Trainingslager: Fortunen üben Vertrauen

Trainingslager: Fortunen üben Vertrauen

Trainingslager: Das gegenseitige Kennenlernen und Konditionsarbeit haben Vorrang.

Düsseldorf/Westerwald. Das Wetter ist ideal. Für die Spieler von Fortuna Düsseldorf ist es schon fast zu gut. Denn der Ball spielt keine große Rolle im ersten Trainingslager des Fußball-Zweitligisten am Wiesensee im Westerwald. Und die Sonne brennt unbarmherzig, vor allem dann, wenn die Fortunen ihre Laufrunden drehen. Individualität ist angesagt, jeder absolviert ein spezielles Training. Bei den "Hitläufen" muss jeder eine bestimmte Strecke in den Wald hinein- und dann denselben Weg zurücklaufen. Die Belastung wird mit Brustgurt und Puls-Uhr genau dokumentiert. Das Spezialtraining für die Torhüter mit Torwarttrainer Michael Stahl findet parallel dazu statt. Aber auch die Torhüter müssen immer mal wieder raus auf die Laufstrecke.

Am späteren Nachmittag heißt es dann aber für alle: Ab in den Wald. Schatten und Kühle sind sehr angenehm, aber auch schnell Nebensache. Denn die Übungen zum Teambuilding fordern volle Konzentration. "Ich falle", ruft Jens Langeneke. Die Mitglieder seiner Gruppe antworten: "Wir fangen Dich auf." Mit geschlossenen Augen lässt sich der Abwehrchef rücklings fallen und landet sanft in den Armen seiner Mitspieler.

Beim "Brücke bauen" müssen die Spieler mit Balken eine Strecke überwinden - Kreativität ist gefragt. Im Spinnennetz (alle Spieler müssen durch ein Seilnetz transportiert werden) und beim gemeinsamen Ball-Jonglieren (mit Augenbinde) kommt es vor allem auf das Teamwork an.

Zum Achtelfinal-Spiel der deutschen Mannschaft trafen sich Spieler und sportliche Leitung am Sonntag vor der Großbildleinwand des Hotels und fieberten mit, nachdem am Vormittag eine Mountain-Bike-Tour auf dem Programm gestanden hatte.

Traurig ist Norbert Meier, weil ein Spieler diese Kennenlern-Maßnahme im Westerwald nicht mitmachen konnte, obwohl Thomas Bröker schon ein Fortune ist. Der Zugang von RW Ahlen bleibt in physiotherapeutischer Behandlung von Bernd Restle. Die Verletzung des Syndesmosebandes, die er sich bei seinem letzten Verein Rot-Weiss Ahlen zugezogen hatte, erweist sich in der Ausheilung hartnäckiger als gedacht. Trainer Meier geht davon aus, dass Bröker erst ab dem zweiten Trainingsauftakt am 9.Juli zur Mannschaft stoßen wird: "Allerdings ist die Ausheilung einer derartigen Verletzung immer mit gewissen Unwägbarkeiten verbunden."