Trainer Meier: „Es war nur ein erster Schritt“

Trainer Meier: „Es war nur ein erster Schritt“

Drittligist Fortuna gewinnt zum Auftakt nach der Winterpause gegen Stuttgart mit 2:0.

Düsseldorf. Es war wichtiger Sieg. Keine Offenbarung, aber drei wichtige Punkte nach einer insgesamt souveränen Vorstellung. Jetzt können die Fortunen am Wochenende beruhigt die anderen Spiele der 3. Fußball-Liga beobachten.

Kein Wunder, dass Norbert Meier zufrieden war und nach der Enttäuschung von Essen diesmal nach dem Spiel fast ausschließlich das Positive suchte. Zwei schöne Tore hatte der Trainer von Fortuna Düsseldorf beim 2:0 (1:0) seiner Mannschaft gegen die Stuttgarter Kickers gesehen.

Und drei herrliche Freistöße, wobei aus dem letzteren das 2:0 durch Marco Christ entstanden war. Die ideale Antwort also für alle Zweifler, die der Mannschaft nach dem Pokal-Aus in Essen auch in der Liga nur wenig zugetraut hatten.

Dabei half sicherlich die frühe Führung: Die Taktik, mit einem schnellen Tor für Ruhe zu sorgen, ging nach 10 Minuten auf. Nachdem sich Ranisav Jovanovic herrlich durchgesetzt hatte, spielte er im Strafraum uneigennützig Simon Terodde an. Der Neue im Sturm durfte sich über sein erstes Pflichtspieltor für die die Fortuna freuen. Ein schön herausgespieltes Tor, das mehr versprach.

Zwar merkte man den Fortunen fortan die größere Sicherheit im Spiel an. Allerdings sah es nach 20 Minuten nicht mehr danach aus, als würden die Gastgeber auf das zweite Tor brennen, weil sie das Tempo fast komplett herausgenommen hatten.

Erst der herrliche Freistoß von Ranisav Jovanovic, bei dem der Ball an die Latte klatschte (40.), weckte die Zuschauer wieder auf und gab auch dem Spiel der Fortunen ein wenig mehr Leben. "Da fehlt noch ein wenig die Durchgängigkeit", sagte Norbert Meier, "aber heute war das Allerwichtigste ein Sieg."

Nur ein einziges Mal im ganzen Spiel kam das Tor von Michael Melka in Gefahr. Alexander Rosen schoss jedoch freistehend flach am Tor vorbei. Melka hatte wie der ebenfalls zuvor angschlagene Jens Langeneke mitwirken können. Und auch die Magenkrämpfe von Langeneke und Jovanovic störten am Ende nicht.

Zwar traf Olivier Caillas bei einem weiteren Freistoß für die Gastgeber ebenfalls nur die Latte (62.), "aber danach haben wir wieder richtig Fußball gespielt", sagte Fortuna-Trainer Meier, der sich sehr über das Tor des eingewechselten Marco Christ freute. "Damit hat Marco eine sehr gute Reaktion gezeigt und verdeutlicht, dass er ganz nahe an der Stammelf ist."

Für das erste Ligaspiel, in dem man feststellen wollte, wo man steht, sei das in Ordnung gewesen, sagte Meier. Er warnte aber vor zu hohen Erwartungen: "Es war nur ein erster Schritt."´

Andreas Lambertz, Fortuna-Kapitän, über seine Erleichterung, dass es nach vier sieglosen Spielen in der Liga wieder drei Punkte zu feiern gab.

Fortuna-Fans haben auf einem Spruchband den gängigen Werbe-Spruch des Drittligisten wunschgemäß abgewandelt.

Edgar Schmitt, Kickers-Trainer, der den Sieg der Fortuna als völlig verdient bezeichnete

Simon Terodde, Fortuna, zu seinem 1:0 im ersten Drittliga-Spiel für die Düsseldorfer

Alois Teuber, Fortuna-Mannschaftsarzt, über die Spieler, deren Chance auf das Mitwirken Trainer Meier tags zuvor mit "50:50" bezeichnet hatte.

Michael Melka, Fortuna-Torwart, der über einen recht beschäftigungsarmen Abend nicht besonders unglücklich war

Fortuna-Fans mit wiederholten Sprechchören in der nur zu einem Fünftel gefüllten Arena. Bundesligist Leverkusen verursachte die Vorverlegung auf Donnerstagabend und dürfte am Samstag gegen den VfB Stuttgart etwa viermal so viele Zuschauer in der Arena begrüßen.

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