Thommys Blick geht bei Fortuna Düsseldorf nach vorne​

Fußball : Thommys Blick geht bei Fortuna Düsseldorf nach vorne

Fortuna Düsseldorfs Flügelspieler Erik Thommy profitiert von der Wettkampfpraxis.Was anders werden muss, ist für ihn ziemlich klar.

Auf den Kopf gefallen, ist Erik Thommy sicherlich nicht. Er wirkt im Gespräch konzentriert und stilsicher. Und eine klare Antwort kann er auch auf jede Frage geben. Er sagt zum Beispiel, dass er zwar enttäuscht war, nach dem Frankfurt-Spiel, aber der Blick längst bei allen Fortunen wieder nach vorne geht. „Wir haben mehr gemacht und auch auf diesem Wege diese unnötige Niederlage verdaut“, sagt die Leihgabe des VfB Stuttgart.

Was anders werden muss, ist für Thommy ziemlich klar: „Dazu gehört ein anderes Zweikampfverhalten und die Gier, das eigene Tor noch besser zu verteidigen“, sagt der 25-Jährige. „Allerdings hätten wir in der Folge des Spiels nicht darüber diskutiert, was wir besser machen können, wenn wir 1:1 gespielt hätten.“ Da wäre jeder zufrieden gewesen. Also war aus Thommys Sicht gar nicht so viel falsch an Fortunas Auftreten in der Main-Metropole. „Wenn wir so spielen wie in Frankfurt werden wir in den nächsten Wochen wenig Gegentore erhalten und mehr Tore erzielen.“

Den Vorwurf, dass die Fortuna in der Schlussphase des Spiels mit den Kräften ziemlich am Ende war, lässt der Flügelspieler der Fortuna nicht gelten. „Auch die Frankfurter mussten am Ende beißen“, sagt er. „Der Gegner hatte am Ende das Quäntchen Glück auf seiner Seite.“ Zudem sei die Eintracht schon weiter, weil sie bereits zehn Pflichtspiele absolviert hat. Das werde bei Fortuna nach zehn Spielen auch so sein.

Weniger Ballverluste mit einem klareren Spiel nach vorne

Thommy ist gespannt, welche taktischen Feinheiten und welche Formation sein Trainer im Spiel gegen Wolfsburg auspacken wird. Abspielfehler und Ballverluste wie im Spiel gegen Leverkusen darf sich seine Mannschaft dann nicht mehr in dieser hohen Zahl leisten. „Wir müssen einfach klarer nach vorne spielen, dann haben wir auch weniger Ballverluste“, sagt der 25-Jährige.

Thommy selbst fühlt sich nicht nur gut in der Mannschaft aufgenommen, sondern auch gut im Spielrhythmus. Er hat zuletzt in Stuttgart wenig gespielt und brauche einfach die Wettkampfpraxis. Thommy geht mit sich selbst durchaus kritisch um und weiß, dass er zulegen muss. Zum Beispiel bei den Abschlüssen. Er könnte seine gute Schusstechnik öfter gewinnbringend einsetzen.

Thommy fühlt sich zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison in Düsseldorf sehr wohl und könnte sich bei allen Unwägbarkeiten auch vorstellen, länger in Düsseldorf zu bleiben. Offensichtlich passt er auch gut in die Mannschaft.

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