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Zweite Bundesliga: Stadt rückt für Fortuna zusammen

Zweite Bundesliga : Stadt rückt für Fortuna zusammen

Mehrere Initiativen rufen zur Unterstützung und gegen eine Diskriminierung auf.

Düsseldorf. Die Fortuna-Fans setzen ein Zeichen. Ein Zeichen des Zusammenhaltes und der Identifikation mit der Mannschaft, die in der 2. Fußball-Bundesliga um den Klassenerhalt kämpft. Gleich mehrere Initiativen setzen sich dafür ein, dass sich die Fans morgen in der Arena wie ein Mann hinter die Fortuna stellen. Und sie verurteilen öffentlich so lächerliche (rassistisch wirkende) Angriffe, wie das Posting in den sozialen Medien von der Mojo-Bar — was angeblich nur ein lustiger Scherz sein sollte (siehe Bild rechts). Viele Fans haben mit Entsetzen auf diesen Inhalt reagiert und sich klar gegen eine solche Art der Diskriminierung gewendet. Die Fortuna überlegt, ob sie rechtlich gegen dieses Posting vorgehen soll, das am Sonntag online gestellt und inzwischen mit Bedauern der Mojo-Bar rausgenommen wurde. Die Fortuna reagierte dankbar auf die vielen besonnenen Reaktionen ihrer Anhänger.

Zweite Bundesliga: Stadt rückt für Fortuna zusammen
Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/Malte Krudewig und facebook

Die Aktion der Solidarität der Düsseldorfer Sportvereine (wir berichteten) ist auf so fruchtbaren Boden gefallen, dass sich inzwischen fast 100 Vereine der Stadt dieser Aktion angeschlossen haben und der Fortuna auch auf diesem Wege den Rücken stärken. Dafür hat sich die Mannschaft bereits mit einem Foto (siehe unten) bedankt.

Zweite Bundesliga: Stadt rückt für Fortuna zusammen
Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/Malte Krudewig und facebook

Unter dem Motto „Die Stadt rückt zusammen“ hat Günter Karen Jungen, Bürgermeister und ehemaliger Aufsichtsrat der Fortuna, die Aktion „Unterstützt Fortuna!“ ins Leben gerufen. Viele prominente Düsseldorfer haben die Botschaft an die Mannschaft unterschrieben. „Die Situation ist sehr ernst, und es reicht jetzt einfach, dass kübelweise Hohn, Spott, Beschimpfungen und unflätige Kritik über die Mannschaft ausgeschüttet wurden“, sagte Karen Jungen. „Die Spieler sollen spüren, dass die ganze Stadt hinter ihnen steht. Nur so können sie in den 90 Minuten das erforderliche Selbstvertrauen ausstrahlen.“

Oberbürgermeister Thomas Geisel hat sich der Aktion „selbstverständlich“ angeschlossen und versuchte, die Spieler in der Fußballer-Sprache zu motivieren: „Die Mannschaft muss sich den Arsch aufreißen, weil es hier nicht nur um einen Verein, sondern eine Institution dieser Stadt handelt. Und wir Fans werden nicht nur der zwölfte, sondern der 13. Mann für das Spiel gegen Kaiserslautern sein.“

Damit möglichst viele Zuschauer der Fortuna den Rücken stärken, gibt es zudem noch ein Aufruf im Fortuna Fan Forum für eine Aktion „40 000 plus“, um für das Spiel gegen Kaiserslautern am Samstag (13 Uhr) eine möglichst große Zuschauerzahl zu generieren. Der Oberbürgermeister wünscht sich ein volles Haus, aber auch 30 000 bis 35 000 Fans in der Arena würden für eine tolle Stimmung sorgen.