Spiel in Gladbach ist für Fortunas Kapitän Oliver Fink was Besonderes

Herzenssache : Spiel in Gladbach ist für Fortunas Kapitän Oliver Fink was Besonderes

Oliver Fink ist inzwischen so lange in Düsseldorf, dass für ihn die Partie in Gladbach Herzenssache ist.

Oliver Fink ist im Herzen längst ein halber Düsseldorfer. So empfindet er die Rivalität zwischen der Fortuna und den Rheinrivalen 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach ganz anders als Spieler, die vielleicht ein oder zwei Jahre für Fortuna spielen und nicht aus der Gegend sind. So kribbelt es beim Kapitän von Fortuna Düsseldorf auch bereits, wenn er an die Aufgabe seiner Mannschaft am Sonntag im Borussia-Park denkt. „Das ist ein besonderes Spiel, da ist richtig Stimmung, wenn uns wieder so viele Fans begleiten werden“, sagt Fink. „Ich freue mich auf das Spiel, und das geht uns allen so.“

Es sei nicht unmöglich, auch etwas Zählbares mitzunehmen. Vor allem dann, wenn seine Mannschaft die kämpferische Leistung zeigen kann, wie in den beiden vergangenen Spielen. „Warum sollte am Sonntag nicht der Außenseiter gewinnen“, fragt Fink mit einem breiten Lächeln. „Wenn wir lange die Null halten, wird da auch das Publikum in Gladbach unruhig.“

Fortunas Kapitän ist derzeit offensichtlich in einer sehr guten Verfassung. Er selbst hatte sich nach dem Wolfsburg-Spiel sehr selbstkritisch geäußert, ist aber inzwischen „kuriert“. „Die Resonanz nach dem Spiel mir gegenüber war super. So schlecht kann es also doch nicht gewesen sein“, sagt der 37-Jährige. „Aber es waren schon ein paar Ballverluste dabei, über die ich mich geärgert habe.“ Nur aus Vorsicht war er nach 60 Minuten ausgewechselt worden. „Ich hatte Probleme mit dem Hüftbeuger. Ich bin behandelt worden und wollte dann nach Erfahrungen aus der Vergangenheit nicht  zu viel riskieren.“

An mangelndem Einsatz wird es im Borussia-Park nicht scheitern

Trotz aller Freude, in diesem besonderen Spiel am Sonntag auf dem Platz zu stehen, darf die Mannschaft laut Fink nicht ungestüm an die schwere Aufgabe in Gladbach herangehen. Die Leidenschaft und der Kampf werden ähnlich sein wie gegen Wolfsburg. „Spielerisch können und müssen wir noch eine Schippe drauflegen“, sagt Fink, der vor allem die zweite Hälfte gegen Wolfsburg als nicht so besonders gut empfunden hat.

„Dass wir besser Fußball spielen können, haben wir bei der Videoanalyse des Spiels besprochen“, sagt der Kapitän. „Aber gegen Wolfsburg wollten wir uns nach der Enttäuschung von Frankfurt unbedingt belohnen.“ Falls das auch gegen Gladbach gelingt, hätte sicherlich kein Fan etwas dagegen.

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