So hat sich Fortunas Defensive geschlagen - Das sind die Perspektiven

Fortuna Düsseldorf : So hat sich Fortunas Defensive in der Hinrunde geschlagen - Das sind die Perspektiven

In unserem ersten Teil der Vorrunden-Bilanz der Bundesliga schauen wir auf die Torhüter und Außenverteidiger von Fortuna Düsseldorf und auf ihre Perspektiven für die Rückrunde.

Das Sportjahr neigt sich dem Ende zu, und es wurde auch  geprägt durch die Erfolge von Fortuna Düsseldorf. Neben dem Trainer standen nicht so sehr einzelne Spieler sondern vor allem die Mannschaft als Einheit im Mittelpunkt. Wie die Profis des Aufsteigers zum Erfolg in der Bundesliga beigetragen haben, können sie in unserem Jahres-Überblick mit Perspektive für 2019 ablesen.

Torhüter

Raphael Wolf war der große Rückhalt der Aufstiegsmannschaft. Bis auf eine kleine Phase, in der ihm die Vertragsverhandlungen mit der Fortuna ein wenig die Konzentration raubten, zeigte er eine tadellose Leistung. In den Eins-gegen-Eins-Situation spielte er seine Beweglichkeit aus, bei so mancher Elfmeter-Parade seinen Instinkt und auf der Linie seine Reaktionsschnelligkeit. Er wehrte zwar auch „100-Prozentige“ ab, aber das machte ihn nach der Sommerpause nicht zur Nummer 1 im Fortuna-Tor, obwohl er offensichtlich im Glauben, gesetzt zu sein, seinen Vertrag verlängert hatte. Dann fiel er länger mit einer Nervenverletzung (Schwindel) aus.

Perspektive: Wolf wird in der Winterpause angreifen und zeigen wollen, dass er wieder da ist. Ob es dann trotzdem nur zu Pokaleinsätzen reichen wird, entscheidet der Trainer. Dieser würde aber keinen Fehler machen, die Torhüter zu tauschen, denn beide Keeper spielen auf einem überdurchschnittlichem Niveau.

Michael Rensing hat bewiesen, dass der Trainer nichts falsch gemacht hat, den Routinier im Sommer zur Nummer 1 zu machen. Der 34-Jährige blieb nahezu fehlerlos, hielt aber keinen „Unmöglichen“ und wehrte auch keinen Elfmeter ab. Er hat aber den Vorteil, dass er auf dem Platz eine absolute Führungsfigur ist und seine Kameraden immer wieder anfeuert, auch positiv blieb, als es für Fortuna nicht so lief. Zuletzt deutete sich auch an, dass er energisch an seinem kleinem Problem mit dem Herauslaufen gearbeitet hat.

Perspektive: Eigentlich hat Friedhelm Funkel keinen Grund zum Wechsel. Michael Rensing wird ihm wohl auch in Zukunft keinen geben.

Jannik Theißen und Tim Wiesner haben nicht zeigen können/müssen, dass sie in der Lage sind in der Bundesliga zu bestehen. Theißen hat starke Leistungen in der U 23 gezeigt, Wiesner ist immer noch nicht ganz fit.

Perspektive: Beide jungen Torhüter werden wohl auch in der Rückrunde keine Rolle für das Profi-Team spielen. Wolf kehrt auf die Bank zurück.

Außenverteidiger

Matthias Zimmermann ist einer der Gewinner der ersten Halbserie. In 16 von 18 Pflichtspielen war der Ex-Karlsruher dabei und zeigte dabei durchweg gute bis sehr gute Leistungen. Im defensiven Zweikampf ließ er nichts zu und konnte sogar offensiv für einige Akzente sorgen. Auch auch der „Sechs“ zeigte er Übersicht, Lauf- und Kampfbereitschaft.

Perspektive: Zimmermann ist aus dem Team der Fortuna nicht wegzudenken. Er wird auch in 2019 mehr als solide für die Fortuna „unterwegs“ sein. Seine Vielseitigkeit spricht für ihn.

Jean Zimmer ist nicht unbedingt der zweikampfstärkste Verteidiger, er hat aber große Stärken im Spiel nach vorne — auch aus der Position des Rechtsverteidigers heraus. Vor allem wenn die Fortuna auf mehr Defensive setzt, ist Zimmer auch als hängender Rechtsaußen eine starke Option, wie auch das Spiel gegen Dortmund gezeigt hat. Dabei traute er sich auch mal seine Schussstärke zum Einsatz zu bringen.

Perspektive: Zimmer wird in der zweiten Saisonhälfte nur dann hinten rechts spielen, wenn Zimmermann aus taktsichen Gründen auf der Sechs spielt, oder die Fortuna mit Fünferkette agiert.

Diego Contento ist der Pechvogel der Fortuna in dieser Saison. Der mit großen Erwartungen verpflichtete Ex-Champions-League-Sieger verletzte sich früh am Kreuzband und konnte nicht die erhoffte Konkurrenz für Niko Gießelmann darstellen.

Perspektive: In dieser Saison wird er kaum noch zum Einsatz kommen.

Niko Gießelmann war zum Glück nur drei oder vier Spiele in einem Wellental. Danach steigerte er sich signifikant und bot wieder starke Leistungen an, obwohl er eigentlich keine Konkurrenz im Rücken spürt. Gökhan Gül und Georgios Siadas sind ohne einen Kaderplatz in der Hinrunde als solche nicht zu bezeichnen. Offensiv ist Gießelmann allerdings deutlich weniger unterwegs als im Zweitliga-Jahr.

Perspektive: Gießelmann weiß, dass er noch an sich arbeiten muss. Aber er hat auch noch das Potenzial dazu, ein mehr als durchschnittlicher Bundesliga-Spieler zu werden. Er ist in der Rückrunde gesetzt.

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