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Sieg für Fortuna Düsseldorf und neuer Vertrag für Friedhelm Funkel​

Fortuna Düsseldorf : Sieg für Fortuna Düsseldorf und neuer Vertrag für Friedhelm Funkel

Fortuna Düsseldorf erzwingt mit zwei Traumtoren das Glück gegen Aufsteiger Berlin. Nun wird der Verein mit Trainer Funkel wohl verlängern.

Es ist eine Hängepartie und ein Spiel auf Zeit geworden. Die Vertrags-Verlängerung mit Trainer Friedhelm Funkel war zuletzt nicht mehr der vor Wochen noch erwartete Automatismus bei Fortuna Düsseldorf. „Ich denke, wir werden das am Montag finalisieren“, sagte nun Lutz Pfannenstiel wenige Minuten nach dem Abpfiff des 2:1-Sieges gegen Union Berlin. Der Sportvorstand der Fortuna hatte wohl nach dem Last-Minute-Erfolg, den die ganze Fortuna-Familie frenetisch und ausgelassen feierte, zunächst mit anderen Fragen gerechnet, aber dann wurde er doch mit der Trainer-Diskussion konfrontiert.

„Es gab noch ein paar Dinge zu regeln, aber es wird wohl noch vor Weihnachten klappen“, sagte Funkel dann selbst zur Verlängerung seines Vertrages, der nur im Falle des Klassenerhaltes gelten wird. Fortunas Cheftrainer war verwundert, wenn nicht sogar verärgert, dass sich die ganze Sache doch noch hingezogen hatte und der Vorstand von Fortuna Düsseldorf offensichtlich die Begegnung mit dem überraschend gut platzierten Aufsteiger aus Berlin abwarten wollte.

Das Spiel gegen die Köpenicker war so etwas wie das korrigierte Spielgelbild einer Hinrunde, die für Fortuna nicht gerade nach Wunsch verlaufen ist. Weil erneut ein Vorsprung leichtfertig verspielt wurde. Nur diesmal stand der Mannschaft zum Schluss das (erzwungene) Glück zur Seite.

In der ersten Hälfte zeigten die Fortunen den unbedingten Willen, den ihr Trainer zum ersten Mal vor einem Spiel so explizit gefordert hatte. Zwar blieb das Spielerische auf einem überschaubaren Niveau, aber in Sachen Kampfgeist ließ Fortunas Team, angeführt von einem starken Kapitän Oliver Fink, keine Wünsche offen. Mit einem herrlichen Treffer zeigte Fortunas Torjäger, dass er auch mit seinem schwächeren rechten Fuß treffen kann. Der elfte Saisontreffer (38. Minute) wurde von den 45 000 Zuschauern gefeiert und als Erlösung angesehen. Doch die Führung hielt nicht lange, und das 1:1 durch Michael Parensen (48.) führte wieder zur Verunsicherung bei den Gastgebern gegen Berliner, die sich selbstbewusst in der Folge auch gute Chancen herausspielten.

Fortuna bemühte sich, fand wieder in den Kampfmodus zurück. Doch blieb die Mannschaft harmlos. Nur wenn Hennings am Ball war und seine Schusskraft zeigte, wurde es für die Gäste gefährlich. Als dann endlich in der Schlussminute auch der eingewechselte Erik Thommy bewies, dass er aus der Distanz schießen kann, rechnete keiner in der Arena damit, dass dieser Ball den Weg ins Berliner Tor finden würde. Doch vom Innenpfosten sprang der Ball überraschend ins Düsseldorfer Glück.

„Wir haben das Glück erzwungen“, war ein Satz, der in jedem Interview an diesem Abend mit den Spielern und dem Trainer vorkam. „Das Glück ist wieder zurück“, sagte Innenverteidiger Andre Hoffmann, der sich zwar auf ein ruhigeres Weihnachtsfest freute, aber auch sagte, dass „noch viel Arbeit in der Vorbereitung auf die Rückrunde vor uns liegt“.

Friedhelm Funkel hatte versprochen, dass seine Mannschaft dieses Spiel gewinnt. „Ich möchte meinem Trainerteam und meiner Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen, weil wir es geschafft haben, kurz nach dem Augsburg-Spiel ganz anders aufzutreten“, sagte der 66 Jahre alte Trainer der Fortuna, der sich ganz sicher ist, dass er noch eine weitere Saison in Düsseldorf arbeiten wird — weil seine Mannschaft diese Leistung wiederholen könne.