SC Schwarz-Weiß 06: Heino eröffnet Benefizspiel gegen Fortuna Düsseldorf

SC Schwarz-Weiß 06 : Anstoß für neues Clubhaus: Heino eröffnet Benefizspiel in Düsseldorf

Für das neue Clubhaus „seines“ Düsseldorfer Fußballclubs SC Schwarz-Weiß 06 hat Schlagerstar Heino („Blau blüht der Enzian“) den Anstoß zum Benefizspiel gegen Fortuna Düsseldorf getreten.

„Wir sind im Grunde ein armer, aber schöner Verein“, sagte Heino vor der Partie. Danach führte der Sänger unter dem Jubel der etwa 2000 Fans den Anstoß aus und lief dann wieder an die Seitenlinie.

Die Einnahmen aus dem Benefizspiel kamen dem SC Schwarz-Weiß 06 zugute. „Wir sind natürlich auch Schwarz-Weiß-Fan“, gab der gegnerische Trainer des Bundesligaclubs Fortuna Düsseldorf, Friedhelm Funkel (65), zu. Funkel wolle, dass die Fortuna dem SC unter die Arme greife. Heino freute sich auf ein schönes Spiel - in der fünften Minute schoss die Fortuna dann die 0:1-Führung.

Im Oktober des vergangenen Jahres hatte ein Dieb das Vereinsheim des SC Schwarz-Weiß 06 nach seinem Einbruch angezündet, um Spuren zu verwischen. Wenige Tage später hatte ihn die Polizei festgenommen. Bei dem Brand war ein Schaden von mehr als einer halben Millionen Euro entstanden. Mit dem Benefizgeld wolle der Verein das Inventar wieder einkaufen, sagte der Vorsitzende des SC.

Heino, der mit bürgerlichem Namen Heinz Georg Kramm heißt, war im Düsseldorfer Arbeiterstadtteil Oberbilk aufgewachsen und hatte dort in seiner Jugend bei Schwarz-Weiß 06 gespielt. „Das ist wirklich grausam, was da passiert ist. Das macht mich traurig“, hatte der Schlagerstar damals gesagt. Weil er so gelenkig war, hatte Heino nach eigenen Angaben damals den Spitznamen „Gummi“.

Im Gespräch mit unserer Redaktion erinnerte er an seine Jugend bei Schwarz-Weiß. Er sei ein rechter Läufer gewesen, allerdings kein besonders schneller. „Mit 18 habe ich aufgehört und nur noch Musik gemacht“, sagte der 80-Jährige.

Zu Heinos Markenzeichen zählen die blonden Haare und die dunkle Sonnenbrille. In diesem Jahr spielt es seine Abschiedstour zum zuletzt erschienen Album „... und Tschüss“.

(dpa/ale/red)
Mehr von Westdeutsche Zeitung