Robert Schäfer: „Wir wollen ein Verein bleiben“

Fortuna Düsseldorf: Robert Schäfer: „Wir wollen ein Verein bleiben“

Fortuna Düsseldorf darf ein Verein bleiben. Der Klub freut sich über die Entscheidung. Es ist der Fortuna sehr ernst damit, dass eine Ausgliederung und eine mögliche Übernahme durch Investoren vermieden und gar nicht erst initiiert wird.

Die erste Reaktion von Robert Schäfer war ehrliche Freude. „Wir haben immer davon gesprochen, dass wir auf keinen Fall ausgliedern wollen“, sagte Fortunas Vorstandvorsitzender auf die Nachricht angesprochen, dass das Amtsgericht Düsseldorf keine Veranlassung sieht, die Fortuna dazu zu zwingen die Profiabteilung auszugliedern und dem Verein die Gemeinnützigkeit abzuerkennen.

Er ist der Meinung, dass es vom Amtsgericht keine Berichtspflicht in dieser Thematik gegeben hätte. „Wir haben natürlich sehr aufmerksam nach Mainz geschaut, aber auch da ist noch nichts entschieden“, kommentierte Robert Schäfer den Widerspruch von Mainz 05 gegen das ganz anders ausgesprochene Urteil des dortigen Amtsgerichtes. Das Thema wird insgesamt bei der Fortuna sehr ernst genommen.

Auch der Aufsichtsratsvorsitzende Reinhold Ernst war zu Informationszwecken bereits in Mainz und in München, wo man mit diesem Thema auch sehr eindringlich beschäftigt ist. Es ist der Fortuna sehr ernst damit, dass eine Ausgliederung und eine mögliche Übernahme durch Investoren vermieden und gar nicht erst initiiert wird.

„Die Rechtsprechung des Bundes-Gerichtshofes (BGH) bietet durchaus eine wirtschaftliche Grundlage für gemeinnützige Tätigkeiten eines Vereins“, erklärte Schäfer. „Die Entwicklungen in dieser Hinsicht sprechen eindeutig dafür, dass daran nichts geändert wird.“ So könne man den Klubs keine „Rechtsformverfehlung“ anlasten. Schäfer glaubt aber auch, dass eine grundsätzliche Entscheidung für Klarheit sorgen sollte. „Es ist keine lokale Thematik.“ Trotzdem freut sich Schäfer, dass in Düsseldorf anders entschieden worden ist.

Mitgliederentscheid wäre für eine Umwandlung des Vereins nötig

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