Meinung: Realismus steht Fortuna gut

Meinung: Realismus steht Fortuna gut

Jahr für Jahr läuft der Sommer bei den Vereinen im deutschen Profifußball nach demselben Schema ab. Es wird über Ziele geredet, über die neuen Spieler und über das, was besser werden soll und muss.

Auch bei der Fortuna war dies zwischen Mitte Mai und Anfang August wieder so. Und obwohl jetzt erst zwei Pflichtspiele hinter dem Club liegen, drängt sich ganz heimlich der Eindruck auf, dass tatsächlich alle begriffen haben, worum es in dieser Spielzeit geht. Die Art und Weise wie die Mannschaft im Spiel gegen Stuttgart aufgetreten ist, lässt hoffen, dass es mit der zuletzt so gebeutelten Fortuna wieder (langsam) bergauf geht.

Zudem stimmt der Umgang mit dem 1:0 gegen die Schwaben — bei Spielern, Clubspitze und Fans. Niemand verfällt in Euphorie oder lässt sich zu Aussagen hinreißen, die im Falle des Misserfolgs in wenigen Wochen bereits wieder für Gespött sorgen könnten. Erfolge müssen gefeiert werden, nicht zuletzt, weil es wieder Rückschläge geben wird. Aber die veränderte Erwartungshaltung tut der Fortuna spürbar gut. Das hat der Freitagabend in der Arena bewiesen. Wenn das Team häufiger so auftritt, wird es oft Grund zur Freude bereiten.