Ratajczak darf fliegen

Trainer Meier ist überzeugt von der Nummer 1b. Melka muss mit einer Verletzung passen.

Düsseldorf. Der Flug des Spitzenreiters der 2.Fußball-Bundesliga zum punkt- und torgleichen Konkurrenten 1.FC Union Berlin am Samstag verlief ein wenig unruhig, aber ohne Komplikationen.

Der Ankunft gegen 15.30 Uhr in Tegel folgte eine kleine Rundfahrt quer durch die Stadt nach Köpenick, um am Samstag nur noch eine kurze Anfahrt zum Stadion an der Alten Försterei zu haben.

Einer, der sonst im Flugzeug und im Bus auf möglichst große Beinfreiheit besteht, war am Freitag nicht mit an Bord. Michael Melka musste mit seiner Kapselverletzung am Zeh passen. "Es war zwar schon am Donnerstag absehbar, aber die endgültige Entscheidung ist erst kurz vor dem Abflug gefallen", sagte Trainer Norbert Meier.

Sein Vertrauen in die Künste von Fortunas "Nummer 1b" ist sehr groß. Ratajczak war nach der Pause des Paderborn-Spiels für den verletzten Kollegen eingesprungen. Auch Torwarttrainer Michael Stahl war nach der zweiten Hälfte mit "Rata" zufrieden: "Den Zuschauern ist die Nervosität von Ratajczak gar nicht aufgefallen. Nur bei den Abstößen war er nicht ganz so zielgenau wie im Training", erklärte Stahl, der ebenfalls sehr viel vom Ersatzmann hält.

Auf der Bank sitzt nun Maximilian Schulze-Niehues und steht als Ersatztorwart bereit.

Im 18-Kader gab es nur einen Wechsel. Für Sebastian Heidinger, der in Düsseldorf vor dem Fernseher die Daumen drücken wird, rückt Claus Costa nach. Marcel Gaus, Oliver Hampel, Deniz Kadah, Kozo Yuki sowie die noch angeschlagenen Jens Langeneke und Kai Schwertfeger gehören ebenfalls nicht zum Kader in Berlin.

Ein hitziges Spiel erwartet Norbert Meier am Samstag nicht. Obwohl es nach dem letzten Spiel Ärger um angebliche, wohl aus der Luft gegriffene, Rassismus-Vorwürfe gegeben hatte, sollte es ruhig bleiben. Auch weil besonnenen Berliner Fans in dieser Hinsicht zu Fairness aufgerufen haben.

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