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Fortuna Düsseldorf: Raphael Wolf: „Stabilität müssen wir nicht trainieren“

Fortuna Düsseldorf : Raphael Wolf: „Stabilität müssen wir nicht trainieren“

Stabilität ist Fortunas Torhüter nur Kopfsache, also eine Frage der Einstellung. Das Spiel gegen St. Pauli am Sonntag sieht der Wahl-Hamburger als richtungsweisend an.

Düsseldorf. Viel wichtiger als ein Training war am Samstag die Aufarbeitung der Regensburg-Pleite vom Vortag. „Wir haben dabei ziemlich deutlich über alles gesprochen und uns danach gesagt, dass wir nach vorne schauen müssen“, sagte Raphael Wolf gestern nach einer Einheit im Kraftraum. Der Torwart von Fortuna Düsseldorf, immer noch ligaweit die Nummer 1 mit der besten Durchschnittsnote im Sportmagazin „kicker“, ist ein Typ, der immer sofort wieder aufsteht, wenn er hingefallen ist. So nimmt der 29-Jährige auch die Wettersituation ganz locker zur Kenntnis, ohne deswegen schlecht gelaunt zu sein. „Natürlich ist es für Torhüter nicht ganz so angenehm, auf den steinharten Trainingsplätzen zu fallen“, sagt Wolf. „Der beheizbare Kunstrasen ist zwar nicht optimal, aber wir können darauf gut arbeiten.“ Überhaupt will Wolf dem leidigen Rasen-Thema in der Arena keine große Aufmerksamkeit widmen. „Für uns ist nur wichtig, dass wir uns optimal vorbereiten und den Platz so annehmen, wie er ist.“

Viel wichtiger ist für Fortunas Torhüter, dass seine Mannschaft am Sonntag gegen St. Pauli eine Reaktion zeigt. Am liebsten wäre es ihm, wenn die Fortuna so gut spielt, wie in den ersten 30 Minuten von Regensburg, wo das Funkel-Team eine 3:0-Führung herausgeschossen hatte. „Aber dann müssen wir stabiler sein, als dort“, meint Wolf. Von Drumherumgerede hält er ohnehin nicht viel.“ Wir müssen einfach wieder punkten.“ Egel ob 3:0 oder 1:0. Alles andere sei viel Arbeit und Leidenschaft.

Die Stabilität ist für Wolf keine Sache, die sein Team trainieren oder lernen muss. „Das ist reine Kopfsache. Wir haben oft genug bewiesen, dass wir das können“, sagt der 29 Jahre alte Torhüter, der glaubt, dass die Einstellung am einfachsten zu ändern ist, wenn sie dann am Freitag nicht gestimmt haben sollte. „Das ist natürlich Wahnsinn, dass sich grundsätzlich an der Tabellensituation kaum etwas geändert hat und die anderen Vereine auch Federn lassen“, sagt Wolf. „Aber wir müssen nur auf uns schauen. Wenn wir unbedingt aufsteigen wollen, müssen wir in den letzten zehn Spielen vernünftig punkten.“ Am besten würde man laut Wolf fahren, wieder nur von Spiel zu Spiel zu schauen und das Große und Ganze mal hintenan zu stellen.

Für den Wahl-Hamburger ist das Spiel gegen St. Pauli nicht besonderes mehr. Das war im Hinspiel noch anders, als er zum ersten Mal am Millerntor aufgelaufen ist. „Dieses Spiel ist schon richtungsweisend, deshalb freuen wir uns auch, dass mehr Eintrittskarten bislang verkauft wurden“, sagt Wolf, der großes Vertrauen in seine Mannschaft setzt. „Das sind alles gute Jungs, sie wissen, worauf es am Sonntag ankommt. Jeder hat seine Ansage bekommen.“