Punkt gegen Hoffenheim - Fortuna Düsseldorf wird für Mut belohnt

Fortuna Düsseldorf : Punkt gegen Hoffenheim - Fortuna wird für ihren Mut belohnt

Fortuna Düsseldorf macht gegen Hoffenheim ein gutes Spiel, das hat auch Julian Nagelsmann frei zugegeben. Die Düsseldorfer sind damit auf einem guten Weg zum Klassenerhalt - ein Kommentar.

Wer nach einem 0:4 gegen Leipzig sechs Tage später in Hoffenheim so mutig auftritt, der kann keine Probleme mit dem Selbstvertrauen haben. Sogar der gegnerische Trainer sah seine eigene Mannschaft schlechter und war glücklich über den einen Punkt. Der Aufsteiger hat es es richtig gut gemacht und wollte wie auch in Augsburg in der Schlussphase noch unbedingt gewinnen. Zwei Stürmer wechselte Friedhelm Funkel zuletzt noch ein und setzte damit das Zeichen. Wer mit zu viel Angst oder Respekt an solche Aufgaben herangeht, wird eben nicht belohnt.

Das heißt jetzt nicht, dass die Fortuna solche Spiele wie gegen Leipzig nie wieder erleben wird. Denn Gegner auf hohem Niveau in einer guten Form sind von Fortuna kaum zu bezwingen. Aber schon ein kleines Nachlasen oder ein Unterschätzen des eigentlichen Favoriten birgt große Chancen für die Fortuna. Und die weiß diese Möglichkeiten zu nutzen und kann so die nötigen Punkte für den Klassenerhalt nach und nach einsammeln. So war es gegen Dortmund und auch jetzt in Hoffenheim.

Die Fans sehen es mit großer Freude, wie sich die Mannschaft präsentiert. Den Rückstand hat sie glänzend weggesteckt, zu einem sehr guten Zeitpunkt den Ausgleich erzielt und dann auch immer noch Nadelstiche gesetzt. Die Mannschaft ist in dieser Saison gewachsen und gereift. Das gilt nicht nur für einzelne Spieler, sondern für den gesamten Kader.

Funkel hat die positive Qual der Wahl und kann bei der Aufstellung nur wenig falsch machen. Aber nicht nur die Aufstellung beeinflusst der erfahrenste Trainer der Liga, sondern vor allem die Einstellung. Er hat seinen Spielern den Druck genommen und weiß genau, was er tun muss. Zum Klassenerhalt ist es noch ein weiter Weg. Aber inzwischen lehnt man sich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man der Fortuna das Erreichen des Ziels durchaus zutraut.

Norbert Krings. Foto: Sergej Lepke
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