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Pohjanpalo: Ein Jahr Top — ein Jahr Flop

Pohjanpalo: Ein Jahr Top — ein Jahr Flop

Elf Tore im ersten, nur zwei im zweiten Jahr — Joel Pohjanpalo , der nun zu Bayer Leverkusen zurückkehrt, rief sein Potenzial zu selten ab.

Düsseldorf. In seiner ersten Saison war er Torjäger, im zweiten Jahr fiel er mehr durch nächtliche Besuche Düsseldorfer Tanzlokale auf als mit guten Leistungen auf dem grünen Rasen zu überzeugen. Die beiden Spielzeiten Joel Pohjanpalos bei Fußball-Zweitligist Fortuna hätten kaum unterschiedlicher sein können. Finnlands Nationalspieler baut seine Zelte in der Landeshauptstadt nun wieder ab und kehrt zu Bundesligist Bayer 04 Leverkusen zurück.

„In dieser Saison lief es nicht so gut. Aber daraus kann ich für die Zukunft lernen“, hatte der Finne vor dem Saisonfinale in Braunschweig gesagt. Ob zu dieser Zukunft tatsächlich viele Einsätze im Trikot des Champions-League-Teilnehmers gehören, an der vertraglich bis 2018 gebunden ist, darf angesichts der Tiefe in Leverkusens Offensivabteilung gezweifelt werden. Neben Topstürmer „Chicharito“ und Routinier Stefan Kießling hat Sportdirektor Rudi Völler vor rund zwei Wochen die Verpflichtung von Kevin Volland als perfekt vermelden können. Pohjanpalo muss sich steigern, seine Chancen im Team von Trainer Roger Schmidt scheinen aber auch dann nicht die besten zu sein.

Denn nach elf Treffern in der Saison 2014/15 hat der 21-Jährige aus Helsinki kein zweites, nachhaltig Eindruck hinterlassendes Bewerbungsschreiben abgegeben. In 26 Spielen gelangen Pohjanpalo nur magere zwei Tore — zwischen seinem letzten Erfolgserlebnis der ersten Fortuna-Saison und dem Treffer Nummer eins in der abgelaufenen Spielzeit lagen schlappe acht Monate. Im März wurde der Blondschopf nach einem Diskotheken-Besuch gar suspendiert.

„Was in Leverkusen passiert, weiß ich noch nicht. Das werden wir dann sehen“, sagte Pohjanpalo, der zumindest mehrfach betonte, dass er ungern erneut vom „Werksclub“ verliehen werden möchte. An seine Zeit in Düsseldorf erinnert sich der 18-malige Nationalspieler dennoch gerne zurück. Ganz besonders mit Sicherheit an die Hinrunde im Sommer und Herbst 2014, als ihm acht seiner elf Tore gelangen und er in vier aufeinanderfolgenden Spielen — Heidenheim, Bochum, Leipzig und ein Dreierpack gegen Darmstadt — traf.

In den vergangenen zwölf Monaten rief er sein Potenzial aber zu selten ab. Damit reihte sich der Stürmer jedoch nahtlos in ein Team ein, in dem immer wieder von viel Potenzial die Rede war — es beschränkte sich meist auf die Rede.