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Norbert Meier: "Fans dürfen träumen"

Norbert Meier: "Fans dürfen träumen"

Locker und gelöst – Fortunas Trainer geht das Spiel in Frankfurt ganz entspannt an.

Düsseldorf. Norbert Meier ist immer für eine Überraschung gut. Das erfahren nicht nur die Spieler des Fortuna-Trainers am eigenen Leib, sondern oft auch seine Gesprächspartner, wenn sie etwas mehr über die Erfolgsaussichten des Fußball-Zweitligisten erfahren wollen.

"Ich weiß ja noch nicht einmal, wie viel Spiele wir noch haben", sagt Meier. "Irgendwann sagt mir jemand aus dem Verein, heute ist das letzte Saisonspiel, und dann ist es auch so."

Meiers Augen leuchten, er ist bester Laune. Die Fragen, die ihn manchmal nerven, weil sie immer wieder dort bohren, wo der Trainer seine Geheimnisse hat, nimmt er diesmal gelassen. Also schiebt er geduldig hinterher: "Ich wiederhole mich, aber wir schauen nur von Spiel zu Spiel."

Natürlich weiß er, dass es nur noch neun Meisterschaftsspiele sind und sein Team immer noch aussichtsreich im Aufstiegsrennen liegt. Aber über das Restprogramm, geschweige denn über das der direkten Konkurrenten macht er sich keine Gedanken.

"Die Fans dürfen träumen und von mir aus auch gerne rechnen, was möglich ist", erklärt der Trainer. "Aber ich kann den Spielern nicht sagen, in dieser Begegnung gewinnen wir und da wollen wir nur einen Zähler."

Fortuna habe immer den Druck, das nächste Spiel gewinnen zu müssen. Die Erwartungen sind in Düsseldorf einfach riesig. Dazu habe sein Team mit den guten Spielen auch guten Grund geliefert.

Dass die Stimmung in der Mannschaft jetzt auch in der entscheidenden Phase der Saison noch so gut ist, freut Meier sehr. Immerhin zeichnet sich mehr oder weniger deutlich ab, mit wem der Trainer und der Manager über das Saisonende hinaus plant.

"Jeder kann stolz über das bisher Erreichte sein", sagt Meier. "Denn dazu haben nicht elf Leute beigetragen, sondern viel mehr. Auch ein Deniz Kadah zum Beispiel - mit dem Siegtor in Aalen."

Meier erwähnt Kadah, weil dieser für die kommende Saison keinen Vertrag mehr erhalten wird. "Wenn es nur nach Menschlichkeit gehen würde, gäbe es manchmal ganz andere Entscheidungen. Aber hier geht es vor allem um Leistung, an der wir uns orientieren müssen." Selbst bei einem Verbleib in der 2. Liga müsse sich die Mannschaft verändern.

Für das Spiel am Samstag in Frankfurt (13 Uhr) bleibt Meier auch nichts anderes übrig, als die Mannschaft gegenüber der Partie gegen Fürth umzubauen. Marco Christ fällt mit der fünften Gelben Karte aus, Johannes van den Bergh muss nach Gelb-Rot ebenfalls zuschauen.

"Frankfurt zu unterschätzen verbietet sich, wenn man die Bilanz des FSV ansieht", sagt Meier. "In den letzten sechs Spielen haben sie nicht mehr verloren." Was aber weder für die Mannschaft noch für den Trainer irgendetwas heißen muss. Denn für eine Überraschung ist ja auch die Fortuna immer gut.