Neues Stadion für drei Spiele

Neues Stadion für drei Spiele

Neben der Arena sollen für drei Spiele Tribünen für 20 000 Fans aufgebaut werden.

Düsseldorf. Die Fortuna bekommt ein neues Stadion - für nur drei Spiele. Eigentlich sollte der Fußball-Zweitligist während des Eurovision Song Contest ins Paul-Janes-Stadion ausweichen, dort die drei letzten Heimspiele gegen Alemannia Aachen, Union Berlin und Arminia Bielefeld bestreiten.

Die Umbaupläne für den Flinger Broich standen schon. Eine Alternative gab es nach Bekunden der Stadt nicht - seit Freitag schon: Im Arena-Sportpark soll ein neues Stadion entstehen, das gab die Stadt bekannt.

Die überdachten Stahlrohrtribünen der Schweizer Firma Nüssli würden 20 000 statt 17 500 Zuschauern Platz bieten, die Medientechnik könnte besser untergebracht werden, Polizei und Sicherheitskräfte hätten mehr Bewegungsraum.

Im Paul-Janes-Stadion könnte zudem nur an Sonntagen gespielt werden, weil nur dann ausreichend Parkplätze angemietet werden könnten. Das wäre ungünstig für die Spieltagsplanung der DFL.

Bei einem "Sicherheitsspiel" wie gegen Berlin dürften auch nur 15 750 Fans im Flinger Broich mitfiebern. "Beim neuen Konzept laufen Anfahrt und Fan-Trennung wie bei einem normalen Arena-Heimspiel", sagt Sportdezernent Burkhard Hintzsche.

Am Montag hatte eine Delegation von Fortuna, Polizei und Stadt schon einmal bei der DFL in Frankfurt vorgefühlt. "Die Reaktionen waren sehr wohlwollend", sagt Hintzsche, der nächste Woche mit einer positiven Entscheidung der Liga rechnet. Am Mittwoch reichte Fortuna-Vorstand Paul Jäger den zweiten Umzugsantrag ein.

Die Planungen für das neue Konzept laufen, seit bekannt ist, wie viel Platz der NDR an der Arena für die Fernseh-Technik beansprucht. Man habe aber nichts veröffentlicht, um den Standort Flinger Broich nicht zu schwächen und nicht mit den Lizensierungsbedingungen der DFL zu kollidieren. Der Flinger Broich kommt nur noch in Frage, wenn die neue Variante abgelehnt wird.

Die reinen Baukosten sollen bei beiden Vorschlägen etwa gleich hoch sein. Hintzsche betont aber, dass durch die Nutzung der Arena-Infrastruktur die Nebenkosten bei der neuen Variante geringer sind. Die Stadt überlegt auch, mit dem Namensverkauf für das Ausweich-Stadion an einen Sponsor Geld einzunehmen.