Meinung: Nach Fortuna-Frankfurt-Ärgernis: So scheitert der Videobeweis

Kommentar: Nach Fortuna-Ärgernis: So scheitert der Videobeweis

Der Ärger über den Videobeweis ist nicht nur bei den Fortuna-Fans nach dem Frankfurt-Spiel groß.

Egal durch welche Fanbrille derzeit die Fußball-Bundesliga verfolgt wird, stößt der Videobeweis, wie er derzeit gehandhabt wird, nicht nur auf Unverständnis und Unzufriedenheit. Es entwickelt sich geradezu Zorn auf die Ungerechtigkeit, weil der Keller in Köln je nach Tagesform die unterschiedlichsten Entscheidungen trifft. Ohne Einheitlichkeit ist dieses System zum Totalcrash verurteilt. Zwei Beispiele aus dem Spiel der Fortuna gegen Frankfurt verdeutlichen dies. Warum wird ein klares Tor nachträglich nicht gegeben, wo dem Videobeweis in Köln Zeitlupen und Einstellungen aus allen Positionen zu Verfügung stehen. So musste sich Schiedsrichter Hartmann bei Spielern und Trainer von Fortuna entschuldigen, weil er auf seinen Linienrichter gehört hatte. Aus Köln hatte er wohl nichts auf die Ohren bekommen.

Die Elfmeterentscheidung gegen Frankfurt war keine krasse Fehlentscheidung, und nur dann soll der Videobeweis greifen. Fortuna trifft es nun zum fünften Mal. Inzwischen gleicht sich das über die Saison nicht mehr aus, weil völlig unterschiedliche Maßstäbe angelegt werden.

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