Mainz bezwingt die Fortuna: Fortuna Düsseldorf verliert unglücklich und zu hoch

Mainz bezwingt die Fortuna : Fortuna Düsseldorf verliert unglücklich und zu hoch

Die Chancen waren da, um in Mainz sogar mehr als einen Punkt mit nach Düsseldorf zu nehmen. Doch die Fortuna passte zu oft nicht auf.

Die Chancen waren da, um in Mainz sogar mehr als einen Punkt mit nach Düsseldorf zu nehmen. Doch die Fortuna vergab in Person von Dodi Lukebakio einen Handelfmeter und passte zu oft nicht auf, als die Mainzer eiskalt zuschlugen. So verliert die Mannschaft von Cheftrainer Friedhelm Funkel unglücklich gegen einen nicht besseren Kontrahenten aus dem Tabellen-Mittelfeld.

Erneut konnte Funkel personell nicht aus dem Vollen schöpfen. In Marcel Sobottka, Niko Gießelmann und auch Kapitän Oliver Fink fehlten auch drei Stammspieler neben den verletzten oder noch nicht wieder fitten Akteuren des Aufsteigers. Der Trainer hatte sich für die Tempovariante in der Offensive entschieden mit Raman, Lukebakio und Kownacki.

Doch was schnell heißt, zeigten die Mainzer. Die Gastgeber gingen mit dem ersten Angriff und nach 36 Sekunden direkt in Führung, als Marcin Kaminski den Ball knapp verpasst und Karim Onisiwo Zeit zur genauen Flanke hatte. Jean-Philippe Mateta musste nur noch den Fuß zum 1:0 hinhalten.

Die Gäste wirkten ziemlich geschockt und mussten erst einmal die Orientierung wiederfinden. Das dauerte, aber in der 14. Minute hätte nach einem herrlichen Konter der Ausgleich fallen müssen, als Lukebakio den frei durchgelaufenen Raman ideal bediente, der aber am Mainzer Torhüter Florian Müller scheiterte, der ebenso gut reagierte wie fünf Minuten zuvor Michael Rensing, als dieser einen Ball von Robin Quaison spektakulär abwehrte.

Die Fortuna war aber nun im Spiel, und die Mainzer hatten große Probleme mit dem Tempo der Düsseldorfer. In der 19. Minute war nach einem Pass von Kownacki wieder Raman im Strafraum frei. Der Belgier bediente seinen Landsmann Lukebakio. Fortunas Innenstürmer brachte den Ball dann irgendwie über die Linie zum 1:1. Das gelang Quaison drei Minuten später nicht, als er drei Meter vor dem Düsseldorfer Gehäuse den Ball nur noch ins Fangnetz befördern konnte.

Nach sehr unterhaltsamen ersten 30 Minuten nahmen sich die Spieler auf dem Feld eine kleine Atempause. Denn das Hoch „Friedhelm“, wie es WDR-Moderator Sven Pistor über dem Mainzer Stadion ausgemacht hatte, sorgte für in diesem Jahr noch ungewohnte Wärme auf dem Rasen.

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Nach dem Pausentee kamen diesmal die Gäste besser ins Spiel. Und sie hätten nach 58 Minuten auch in Führung gehen müssen. Das Handspiel von Alexander Hack führte nach einem Videobeweis zum Elfmeter (56.). Doch Fortunas sonst so sicherer Schütze Dodi Lukebakio traf nur den Außenpfosten. Wenig später kam Andre Hoffmann nach einer Kownacki-Flanke zum Kopfball. Giulio Donati rettete für die Hausherren auf der Linie.

Die Mainzer wechselten in Alexandru Maxim für Hack offensiv und versuchten das Spiel wieder in den Griff zu bekommen. Das gelang den Hausherren auch. Sie profitierten von einer Fehlerkette, als Onisiwo zum 2:1 (67.) einschießen konnte. Eine bittere Strafe für einen Moment Unachtsamkeit, weil der Torschütze völlig frei stand.

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Obwohl Stöger & Co. den Weg nach vorne suchten und in den letzten zehn Minuten den Gegner zumeist einschnürten, konnten sie der Partie keine Wendung mehr geben und gingen nach dem 1:3 (Mateta/87.) dann als enttäuschte, aber nicht enttäuschende Verlierer vom Platz.

Statistik

Mainz: Müller – Donati, Hack (58. Maxim), Niakhaté, Aaron – Gbamin – Onisiwo, Boétius, Latza (88. Kunde) – Quaison (70. Baku), Mateta

Fortuna: Rensing – Zimmermann, Ayhan, Kaminski, Suttner – Hoffmann, Morales (70. Barkok) – Raman (81. Ducksch), Stöger, Kownacki – Lukebakio (77. Karaman)

Kader Fortuna: Theißen – Bodzek, Hennings, Bormuth

Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)

Zuschauer: 29205

Tore: 1:0 (1.) Mateta, 1:1 (19.) Lukebakio, 2:1 (67.) Onisiwo, 3:1 (87.) Mateta

Gelbe Karten: - / Raman (1.), Ayhan (9.), Kownacki (2.)

Beste Spieler: Onisiwo

Bester Fortune: Kevin Stöger

Spielnote: 2-

Spielfazit: Nachdem die Fortuna den ersten Schock mit dem Gegentor weggesteckt hatte, funktionierte die Taktik mit schnellen Gegenstößen. Nach dem 1:1 war es ein offenes Spiel. Die Fortuna machte dann mindestens zwei Fehler mehr als die Mainzer und verlor zwar letztlich unglücklich, aber so auch verdient.

Besonderheiten: Lukebakio schießt einen Foulelfmeter gegen den Pfosten (58.).

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