Latka und Malezas erste Wahl

Latka und Malezas erste Wahl

Trainer Norbert Meier hat keinen Grund, in Freiburg die Innenverteidigung von Fortuna Düsseldorf zu verändern.

Düsseldorf. Statistiken interessieren Fortuna-Trainer Norbert Meier wenig. „Wenn der Schiedsrichter anpfeift, hat man 90 Minuten Zeit, etwas zu bewirken.“ Das gilt auch für die schwere Auswärtsaufgabe des Fußball-Bundesligisten Sonntag beim SC Freiburg (17.30 Uhr). Dass die Freiburger in der Bundesliga-Geschichte noch keines der fünf Duelle gegen ein Düsseldorfer Team gewinnen konnten, ist eine der positiven Seiten der angesprochenen Statistik. Dass der Fortuna in den bisherigen Sonntagsspielen nach dem Aufstieg noch kein Sieg gelang, ist eine der negativen. „Wenn wir auf alle diese Zahlen was geben würden, kämen wir nicht mehr klar“, sagt der Trainer.

Viel lieber ist Meier das, was auf dem Trainingsplatz passiert. Auch wenn er in den vergangenen Tagen eher weniger Fortunen auf den abwechselnd schneeweißen, matschigen und frostigen Boden schicken konnte. Zum einen wegen der zahlreichen Verletzten, zum anderen durch die Länderspiel-Abstellungen.

Neben den bereits bekannten, von denen der Australier Robbie Kruse als Letzter gesund zurückerwartet wurde, war Gerrit Wegkamp außerdem kurzfristig mit dem U 21-Nationalteam nach Italien geschickt worden. Dagegen hatte Stelios Malezas die Einladung nach der langen Verletzungspause ausgeschlagen. Der Grieche, der sich in erster Linie auf Fortuna und die Bundesliga konzentrieren will, kann also mit Martin Latka im Stadion an der Dreisam erneut die Innenverteidigung bilden. Der Tscheche wird nach seinem Nasenbeinbruch mit einer Gesichtsmaske spielen.

So dürfte der Trainer in der Startaufstellung nicht viel ändern, auch wenn Vieles für eine Rückkehr von Mittelfeldspieler Oliver Fink spricht. „Natürlich gibt es da immer taktische Erwägungen. Aber es kann auch ganz gut sein, mehrere Wochen mit der gleichen Formation aufzulaufen“, sagt der Fortuna-Trainer.

Vielleicht ist es am Ende auch ganz gut, dass Statistiken auf dem Papier stehen bleiben und das Geschehen auf dem Platz die Hauptrolle spielt. Denn in dieser Saison spielte nur Bayern München (14 Mal) öfter „zu Null“ als Freiburg (8) und die Fortuna (7). Selbst wenn es mit einem Punkt belohnt wird, ein 0:0 in Freiburg mag meist niemand gerne sehen — schon gar nicht, weil schon das Hinspiel so endete.

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