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Kommentar: Für Fortuna Düsseldorf ist das offensiv viel zu wenig

Fortuna-Kommentar : Offensiv läuft bei der Fortuna viel zu wenig

Nach der Pleite von Paderborn sollte bei Fortuna Düsseldorf nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen werden. So ein Spiel darf man nicht verlieren.

Friedhelm Funkel sieht es vielleicht richtig, den Sieg gegen Mainz nicht zu euphorisch und die Niederlage in Paderborn nicht zu dramatisch zu nehmen. Eine Enttäuschung waren Leistung und zum Teil auch die Einstellung der Fortunen beim Tabellenletzten allerdings trotzdem. Und das sollte den Profis auch einmal vor Augen gehalten werden. Paderborn war ein Gegner, der aus ein, zwei Torchancen zwei Treffer erzielt. Den Satz, „wir haben wenig zugelassen“, ist inzwischen zum Ohrwurm geworden.

Was nutzt es, hinten nichts zuzulassen, wenn eine Mannschaft vorne nicht gierig genug ist, einen Treffer zu erzielen. Mut und mehr Leidenschaft wünscht man dieser Mannschaft, die erneut fast sechs Kilometer weniger als der Gegner gelaufen ist. Jeder Einzelne sollte sich fragen: Habe ich genug investiert, um das Beste herauszuholen? Gegen diesen Gegner, der mit Glück, aber auch mit unermüdlichem Einsatz sowie dem Glauben an den Erfolg sich diesen verdient hat, muss eine Fortuna mit diesem Leistungspotenzial mindestens ein Remis herausholen.

Mit der Hoffnung, dass es irgendwann besser laufen wird, und man als Team auch mal zwei oder mehr Spiele in Folge gewinnen kann, ist es nicht allzu weit bestellt, wenn zu wenig investiert wird. Zudem kann den Fans nur Angst und Bange werden, wenn sie an die Offensivpower ihrer Mannschaft denken. Rouwen Hennings muss gut eingesetzt werden, dann ist er zweifellos gefährlich. Doch wo sind die anderen Angreifer. Wo ist ein Brecher, ein Kopfballspieler oder ein schneller und trickreicher Spieler?

Da sollte man sich in der Führung des Vereins Gedanken machen, spätestens zum Rückrundenstart einen oder zwei neue Spieler zu verpflichten. Denn da hat die Mannschaft zweifellos ein Manko. Nur sich zu freuen, dass sich die Fortuna zumindest Chancen herausspielt, darf da nicht über die mangelnde Effizienz hinwegtäuschen.

 WZ-Redakteur Norbert Krings.
WZ-Redakteur Norbert Krings. Foto: Sergej Lepke