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Kommentar: Ein Hennings allein reicht Fortuna Düsseldorf nicht​

Kommentar zum Leverkusen-Spiel : Ein Hennings allein reicht der Fortuna nicht

Fortuna Düsseldorf fehlt derzeit der Killerinstinkt. Daran kann auch der beste Torschütze der Mannschaft derzeit nichts ändern.

Es ist schon bedenklich, wenn Leverkusens Trainer und Spieler von ihrer eigenen enttäuschenden Vorstellung nach dem Spiel gegen Fortuna sprechen, die Düsseldorfer hingegen stolz auf ihre Leistung sind. Nach diesen Aussagen würde jeder, der das Ergebnis nicht kennt, mindestens einen Punktgewinn des Außenseiters erwarten. Die 0:3-Niederlage ist daher umso bitterer, weil Fortuna wirklich keine schlechte Leistung gezeigt hatte und trotzdem letztlich ohne Chance war.

Im Nachhinein tut die Niederlage gegen Bremen nun mehr weh als noch vor einer Woche. Denn Werder ist derzeit wirklich ein Abstiegskandidat und hätte unbedingt die Punkte in Düsseldorf lassen müssen. Warum ist das nicht passiert? Und warum gab es kein besseres Ergebnis in Leverkusen? Weil Fortunas Mannschaft weder aus den reichlichen Möglichkeiten gegen die Hanseaten etwas machte, noch die wenigen Chancen, über die man gegen ein Spitzenteam wie Leverkusen verfügt, nutzte.

Trotz der elf Tore von Rouwen Hennings bleibt es dabei: Die Offensivabteilung des Funkel-Teams ist für die Bundesliga qualitativ nicht gut genug. Da kann die Mannschaft noch so viel Leidenschaft zeigen, die Abwehr noch so gut spielen, dass sie nur wenig zulässt — jedenfalls gegen Bremen war das so —, aber das alles hilft nichts, solange die Mannschaft nicht torgefährlicher wird.

Noch ein paar Anmerkungen zur Trainerdiskussion: Es bringt nur Unruhe, jetzt über die mögliche Entlassung von Friedhelm Funkel zu sprechen. Er trägt sicherlich nicht die Hauptschuld am derzeitigen Zustand. Als Rückendeckung hilft jetzt nur, dass alle zusammenstehen. Eine Garantie für den Klassenerhalt ist das allerdings nicht. Dafür ist eine Qualitätssteigerung in der Offensive nötig. Ein neuer Spieler soll ja noch kommen.