Kenan Karaman: Fortuna Düsseldorfs Sieggarant

Fortunas Torschütze in Bremen : Kenan Karaman, der Sieggarant

Zum zehnten Mal stand der Offensivspieler von Beginn für die Fortuna auf dem Platz. Das 3:1 in Bremen zum Start der neuen Bundesliga-Saison war der achte Sieg aus diesen zehn Spielen.

Kenan Karaman ist so etwas wie Fortunas Sieggarant. „Wenn er in der Anfangsformation stand, haben wir den Großteil unserer Spiele gewonnen“, sagte Friedhelm Funkel. Dass der Cheftrainer des Fußball-Bundesligisten damit richtig liegt, lässt sich anhand von Zahlen untermauern. Beim 3:1 (1:0)-Auftakterfolg der Düsseldorfer am Samstagnachmittag beim SV Werder Bremen stand der in Stuttgart geborene Türke zum zehnten Mal in einem Ligaspiel für die Fortuna von Beginn an auf dem Rasen. Die Bilanz in diesen zehn Partien: acht Siege, ein Unentschieden, eine Niederlage.

„Der Trainer hat mir gesagt, ich soll in meinen 60 oder 65 Minuten alles raushauen. Das habe ich gemacht“, sagte der 25-Jährige. Karaman trug aber nicht alleine durch physische Präsenz zum ersten Fortuna-Sieg seit 42 Jahren an der Weser bei. Der Offensivspieler war der beste Düsseldorfer, wenngleich auch mehrere Mitspieler, allen voran die Neuen Zack Steffen und Lewis Baker, ebenfalls besonders positiv auffielen.

Fünf Minuten nach dem zwischenzeitlichen Bremer Ausgleich durch Johannes Eggestein zog Karaman nach Vorlage von Erik Thommy aus halbrechter Position ab und traf zur erneuten Führung. Wenig später hatte der bereits verwarnte Fortune Glück, als Schiedsrichter Felix Zwayer ihn nach einem Foulspiel nicht vom Platz stellte. „Es war schwierig mit der Gelben Karte. Nach dem Foul hatte ich ein bisschen Angst, dass ich am ersten Spieltag die ganze Palette mitnehme: Tor, Vorlage und Platzverweis. Von daher war es gut, dass der Trainer mich dann rausgenommen hat“, resümierte Karaman.

Der 25-Jährige erhielt den Vorzug gegenüber Kapitän Oliver Fink

Zack Steffen sah lediglich vor dem 1:1 unglücklich aus, ansonsten bot der neue Düsseldorfer Torwart ein starkes Debüt. Foto: Christof Wolff

Sein Einsatz war in den Tagen zuvor extrem fraglich. Nach einigen Blessuren in der Saisonvorbereitung war klar, dass der ehemalige Hoffenheimer und Hannoveraner in Bremen noch kein Kandidat für 90 Minuten ist. „Ich habe mich für ihn entschieden und Oliver Fink draußen gelassen. Mit Oli wäre es einen Tick defensiver gewesen. Da wir auf der linken Seite mit Markus Suttner aber schon etwas defensiver aufgstellt waren, habe ich mir gedacht, ich nehme lieber Kenan statt Oli dazu. Und er war nicht so schlecht“, erklärte Funkel seine Wahl.

Neben Karaman — und Abwehrspieler Kaan Ayhan — traf überdies ein weiterer Offensivspieler, über den in den vergangenen Wochen wenig gesprochen wurde. Rouwen Hennings hatte seine Farben mit der ersten nennenswerten Aktion in Richtung des Bremer Tores mit 1:0 in Führung gebracht. Viel war darüber gesprochen worden, wer nach den Abgängen von Benito Raman und Dodi Lukebakio für die Tore der Fortuna sorgen kann und soll. Die Antwort am ersten Spieltag lautete nicht etwa Bernard Tekpetey oder der zweifacher Vorbereiter Erik Thommy, sondern der einmal mehr fleißige Hennings — und Sieggarant Kenan Karaman.

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