Karneval: Spieler, Trainer und Vereinsführung auf Fortuna Düsseldorfs Mottowagen

Fortuna im Karneval : Friedhelm Funkel: Feiern ohne ein schlechtes Gewissen

Fortuna Düseldorf war nach dem 4:0 auf Schalke in Feierlaune. Beim Rosenmontagszoch in Düsseldorf werfen die Fortunen Schals, Bälle und Kamelle.

Friedhelm Funkel und Robin Bormuth feierten den „Rosenmontags-Hattrick“. Zum dritten Mal fuhren der bestens gelaunte Fortuna-Trainer und der Profi mit dem schelmischen Lächeln auf dem Mottowagen des Bundesligisten mit. Adam Bodzek war zum ersten Mal dabei und vorher gespannt, was er erleben würde. „Ich war sonst nur mittendrin, aber nicht dabei“, sagte der Vizekapitän. „Das 4:0 Auf Schalke war das passende Spiel für den Karneval, für die Leute an der Straße und für die ganze Stadt.“ Auch Robin Bormuth war die Freude anzusehen. „Ich werde den Wagen schon gehörig aufmischen“, kündigte der Verteidiger an.

Wer mehr Spieler auf dem Wagen erwartet hatte, wurde enttäuscht. Kapitän Olli Fink ließ erstmals anderen den Vortritt. Doch so viel Platz war auf dem Wagen nicht, weil viele „Würdenträger“ der Fortuna mit Kind und Kegel den Mottowagen in Besitz genommen hatten. Niemand wollte sich die Gelegenheit entgehen lassen, um sich in den Erfolgen zu sonnen.

Autogramme schreiben vor dem Start

Das galt natürlich nicht für den Trainer, der vor dem Start noch eine Vielzahl von Autogrammen schreiben musste. „Das ist einfach toll, hier durch die Straßen zu fahren“, sagte der gefeierte Trainer der Fortuna. „Diesmal dürfen wir das Ganze nach den großartigen Spielen zuletzt auch ohne jegliches schlechtes Gewissen feiern.“ Er habe oft genug auf Karneval verzichten müssen, weil es sportlich nicht so gut lief. „Wir können die Situation genießen und natürlich vor allem heute diesen tollen Tag.“ Da er ja auch in Köln Trainer war, kann Friedhelm Funkel den Unterschied zwischen den beiden Karnevals-Metropolen beurteilen. „Die Kölner haben eine Unzahl von schönen Karnevalsliedern, und deshalb geht es da noch emotionaler zu. Aber die Düsseldorfer holen auf, und hier ist es auch geil. Es wird ein megaguter Tag.“

Lutz Pfannenstiel stand auch mit seiner Frau auf dem Wagen. Er ist ein erfahrener Karnevalist, obwohl er aus Bayern kommt. „Ich habe zwei Mal in Rio Karneval feiern dürfen“, sagte Fortunas Sportvorstand. „Aber da musste ich mich nicht so dick anziehen.“ Apropos Anziehen: Robert Schäfer trug sein Flamingo-Kostüm von Sonntag nicht mehr. „Das Hochgefühl, was wir am Samstag Auf Schalke erlebt haben, werden wir heute auch hier spüren“, sagte Fortunas Vorstandsvorsitzender. „Überall am Zugweg waren Fans und Fahnen von Fortuna zu sehen. Die Euphorie haben wir uns verdient.“

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