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Fortuna Düsseldorf: Kampf gegen den Abstieg mit allen Mitteln fortsetzen

Fortuna Düsseldorf : Kampf gegen den Abstieg mit allen Mitteln fortsetzen

Noch sind neun Spiele zu absolvieren. Nur auf die Fans zu hoffen, ist deutlich zu wenig.

Düsseldorf. Auch Marco Kurz setzt darauf, dass Mannschaft und Fans gemeinsam den Karren aus dem Dreck ziehen werden. Nach der 0:1-Niederlage gegen den Karlsruher SC erscheint das Ziel, die Zugehörigkeit zur 2. Fußball-Bundesliga zu erhalten, bedeutend schwerer geworden zu sein. „Kein Zuschauer ging aber — mal abgesehen von der Niederlage — unzufrieden nach Hause, was die Leistung der Mannschaft angeht“, sagte Fortunas Cheftrainer nach dem Abpfiff. „Natürlich werden wir an den Ergebnissen gemessen. Dafür müssen wir weiter hart arbeiten.“

Was bedenklich stimmt, ist die ausbleibende Belohnung der harten Arbeit. Fortuna hat sich gegen den KSC sicherlich Chancen herausgespielt und ist auch vom Schiedsrichter (aus München) benachteiligt worden. Aber die Offensivschwäche ist nicht wegzudiskutieren. Das Fehlen des letzten Bisses und der Effizienz im Abschluss und auch die fehlende Qualität im Sturm machen die Sache nicht besser. Wer eine Chance des Kalibers von Nikola Djurdjic nicht verwandeln kann, dem fehlt der Killerinstinkt und die individuelle Qualität. Es war übrigens in einem Spiel auf ein Tor die einzige Chance der vordersten Sturmspitze der Heimmannschaft.

Jetzt über den (neuen) Trainer und dessen schwache Bilanz zu diskutieren, macht überhaupt keinen Sinn — obwohl es der Verein begreifen muss, dass mit allen Mitteln die Liga zu erhalten ist. Marco Kurz scheitert derzeit genau wie Frank Kramer daran, dass einzelne Fehler zu Punktverlusten führen, die sich nicht nur in der Tabelle bemerkbar machen, sondern auch negativ auf das Selbstvertrauen der Mannschaft wirken. Es ist wie ein Deja Vu, das sich durch die gesamte Saison zieht. Und wer den Rasen in der Arena gesehen hat, weiß, dass viele Ansätze auch im Acker stecken geblieben sind. Aber auch das darf keine Ausrede sein.

Die Einschätzung vieler Beobachter, dass die Mannschaft der Fortuna nicht unbequem genug für den Gegner aufgetreten war, deckt sich nicht mit den Äußerungen von Trainer und Vereins-Funktionären. Viele Fans haben den geforderten Schulterschluss mit der Mannschaft bereits während der 90 Minuten umgesetzt. Und es geht jetzt auch nur gemeinsam. Spott und Hohn für Spieler, die verunsichert sind, bewirken eher das Gegenteil. Allerdings muss die Mannschaft auch selbst ihren Teil dazu beitragen, dass in den kommenden Spielen der Funke besser überspringt.

Um das zu gewährleisten, ist auch der Trainer gefordert, unpopuläre Entscheidungen zu treffen. Und nicht allein nach spielerischem irgendwann einmal gezeigtem Potenzial aufzustellen, sondern alle Möglichkeiten in Betracht zu ziehen. Dazu gehört auch ein Blick in den Kader der zweiten Mannschaft, die auf einigen Position vielleicht eine Alternative bieten würde — wie es für Nazim Sangare oder Kemal Rüzgar für den Offensivbereich gilt. Letztlich müssen Spieler und Fans auch sehen, dass wirklich alle Möglichkeiten in Erwägung gezogen werden, um den GAU zu vermeiden.