Fortuna Düsseldorf: Kaan Ayhan: „Die Türe zur Fortuna stand für mich offen“

Fortuna Düsseldorf: Kaan Ayhan: „Die Türe zur Fortuna stand für mich offen“

Kaan Ayhan nutzte den guten Kontakt zu Peter Hermann, um in Düsseldorf eine neue sportliche Heimat zu finden. Der 21-Jährige ist noch verletzt, macht sich aber keinen Druck.

Düsseldorf. Zumindest auf dem Trainingsplatz würde Kaan Ayhan gerne Proben seiner Kunst zeigen. Doch der vom FC Schalke 04 in letzter Minute verpflichtete Defensivspieler muss zunächst seine Verletzung auskurieren. Immerhin durfte der 21-Jährige nach dem Fototermin am Dienstag am Mittwoch dann aufs Fahrrad steigen und etwas für die Ausdauer tun. Wir sprachen den Neu-Fortunen auf verschiedene Themen an.

„Ich hatte noch nie eine muskuläre Verletzung. Das ist das erste Mal, dass ich Probleme mit dem Muskel habe, und es ist schwierig einzuschätzen. Kaputt oder gerissen ist nichts. Wir werden sehen, inwiefern es für das Wochenende reicht, in den Kader zu kommen. Ich werde mir da keinen Druck machen. Auch nach Sonntag haben wir noch mehr als 30 Spiele. Ich hoffe, dass ich sobald wie möglich auf den Platz komme.“

„Wir waren mit Peter Hermann (Co-Trainer der Fortuna; Anm. der Red.) bereits länger in Kontakt. Er hat auch früher gesagt, dass die Tür offen steht, wenn ich mir vorstellen könnte, nach Düsseldorf zu kommen. Hermann hat gerade mit den jungen Spielern sehr gut gearbeitet. Unter ihm habe ich eine gute Entwicklung genommen. So ist das entstanden. Jetzt war die Situation beim FC Schalke so, dass für meine Position zwei neue Spieler neu geholt worden sind. Dann habe ich gedacht, es wird schwierig. Das Vertrauen in mich selber war immer da. Auch das Feedback war gut. Aber die Neuen werden dann in der ersten Zeit bevorzugt. So ist es nun einmal im Fußball. So habe ich für mich entschieden, nach Düsseldorf zu wechseln. “

„Das tut natürlich gut, wenn man von den Fans mit so viel Wohlwollen aufgenommen wird. Das macht den Einstieg beim neuen Verein leichter, und die Vorfreude steigt.“

„Zu meiner größten Stärke zählt, dass ich variabel einsetzbar bin. Ich versuche immer, einen guten Ball zu spielen, also die Spieleröffnung in die Hand zu nehmen und das Spiel anzukurbeln. Und ich hoffe, dass ich meine mir zugedachten Aufgaben gut erfüllen kann, wenn ich dann spielen darf.“

„In jeder Mannschaft gibt es eine Konkurrenzsituation. In den beiden oberen Profiligen gibt es nicht mehr den Fall, dass einer automatisch alle Saisonspiele machen wird. Jetzt gilt es, das Trainerteam noch mehr zu überzeugen, als vor der Verpflichtung und zu zeigen, dass es eine richtige Entscheidung war. Als Spieler will man natürlich immer spielen. Es geht nichts über Spielpraxis und in einem Stadion wie hier Fußball spielen zu dürfen. Mein Ziel ist es, wie bei jedem anderen in der Mannschaft, eine gute Rolle zu spielen.“

„Im Stadion war ich noch nicht während eines Spiels, ich freue mich deshalb auch sehr auf Sonntag. Mit der Nationalmannschaft habe ich in der Arena bereits einmal trainiert, weiß also, wie es von innen aussieht. Bisher ist nur Positives aus der Medienberichterstattung hängen geblieben.“

„Die Entscheidung habe ich noch nicht getroffen. Wenn der Verkehr immer so schlimm ist, muss ich mir überlegen, ob ich aus meiner Geburtsstadt Gelsenkirchen hier her ziehe.“

„Dass ich spielen durfte, war Stolz pur. Es war eine Superwoche mit der Unterschrift bei Fortuna und der Berufung in die Nationalelf.“

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