Hiobsbotschaft für Meier

Hiobsbotschaft für Meier

Lambertz und Jovanovic stehen der Fortuna am Samstag beim FSV Frankfurt nicht zur Verfügung.

Düsseldorf. Das ist der Fluch der guten Tat. Fortuna lief am Montag Abend zum Freundschaftsspiel beim BV04 Düsseldorf auf und machte beim 7:0-Erfolg durchaus Werbung in eigener Sache.

Der Haken: Ranisav Jovanovic und Andreas Lambertz zogen sich Verletzungen zu, die zwar nicht allzu ernsthaft sind, aber einen Einsatz am Samstag beim FSV Frankfurt (13 Uhr) unmöglich machen.

Kapitän Lambertz hat am Freitag versucht, nach seiner Zerrung im Oberschenkel die ersten Schritte im Training zu machen. Doch "Lumpi" musste nach wenigen Minuten abwinken, um seine Verletzung nicht zu verschlimmern. Jovanovic hatte sich nach seinem Pferdekuss und der darauffolgenden Behandlung erst gar nicht umgezogen.

Damit reißen die Personalprobleme nicht ab, und das Einspielen einer Stammformation wird weiter erschwert. "Für die Mannschaft wäre es jetzt ganz wichtig, Punkte zu holen", erklärte Norbert Meier, der sich am Freitag so schnell noch keine Gedanken über einen möglichen Ersatz für Lambertz und Jovanovic machen konnte.

Der am Dienstag ins Training zurückgekehrte Oliver Fink könnte nun eine Option für den Kader sein. Dennoch müssen auch alle anderen Spieler beweisen, dass die gute Stimmung im Kader nicht nur für Spaß im Training steht, sondern auch für Punkte gut sein kann.

Meier hat als Trainer noch nie drei Spiele zu Beginn einer Saison in Folge verloren. Aber mit Statistik will sich Fortunas Trainer in dieser schwierigen Situation nicht aufhalten. "Die Begegnung in Frankfurt wird ein ähnliches Spiel wie in Cottbus oder gegen die Hertha", meint Meier. "Wenn wir endlich aus unseren Möglichkeiten Kapital schlagen, können wir gewinnen. An die Wand spielen, werden wir unseren Gegner sicherlich nicht."

Spezifisches Torschusstraining oder irgendwelche psychologischen Kniffe standen nicht auf dem Trainingsplan. "Die Spieler wissen, dass es keine Schüsse in den Winkel sein müssen, mir reichen auch Tore mit der Pike", sagt Meier, der sich vor allem um die Seelenlage von Sandor Torghelle gekümmert hat. "Auch er weiß, dass er sich den Ball nicht noch mal mit der Hacke vorlegen muss, wenn er allein vor dem Tor steht."

Dem Ungar fehle ein wenig die innere Ausgeglichenheit. Vielleicht weil er nicht in die Nationalelf seines Landes am vergangenen Wochenende berufen worden sei. "Torghelle ist so erfahren. Er muss wissen, dass er bei der Fortuna nichts beweisen muss."

Sturmkollege Wellington hat sein erstes Erfolgserlebnis mit dem Tor gegen Hertha bereits. "Er muss sich zwar immer noch eingewöhnen als Brasilianer, hat aber inzwischen eine gute Fitness", sagt Meier, fordert allerdings zugleich: "Aus seinem Sambaschritt muss im Ernstfall noch öfter der richtige Stechschritt werden."

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