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Haaland schockt Fortuna Düsseldorf in der Nachspielzeit

0:1 gegen Dortmund : Haaland schockt Fortuna Düsseldorf

Erneuter Rückschlag für die Fortuna. Gegen Borussia Dortmund halten die Düsseldorfer gut mit, kassieren aber abermals einen späten Treffer. Am Ende verlieren sie 0:1 und weiter an Boden im Kampf um den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga.

Am Ende waren es wieder die gewohnten Bilder. Die Fortunen saßen fassungslos auf dem Rasen, die Gegner wussten selbst nicht, warum sie nun jubeln dürfen. Nach diversen verspielten Führungen oder anderweitig verschenkten Punkten war es diesmal wieder ein Gegentor in der Nachspielzeit, das der Fortuna das Genick brach. 0:1 (0:0) hieß es am Samstagnachmittag gegen Borussia Dortmund, weil Torjäger Erling Haaland in der 95. Minute zum schmeichelhaften Sieg für die Gäste traf.

Und auch wenn es diesmal nur ein Punkt war, der der Fortuna durch die Lappen ging, könnte es ein entscheidender sein im Kampf um den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga. In der Tabelle sieht es für den 16. nun nämlich noch unschöner aus als vor dem 31. Spieltag: Weil Werder Bremen mit 5:1 in Paderborn gewann, ist der Vorsprung auf Platz 17 dahin, nur noch die Tordifferenz trennt die Düsseldorfer von den Bremern. Am Sonntag könnte sich zudem der Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze vergrößern, wenn Mainz Augsburg empfängt.

Schwarze Serie gegen die Topteams hält an

„An einem optimalen Tag kannst du auch gegen Dortmund punkten“, hatte Fortuna-Trainer Uwe Rösler unter der Woche gesagt - und zur Untermauerung seiner Thesen die jüngere Vereinsgeschichte bemüht: „Das hat die Mannschaft in der vergangenen Saison gezeigt.“ Damals gewann die Fortuna 2:1 und legte damit den Grundstein für die überragende Rückrunde, die sie am Ende auf Rang zehn führte.

Das jüngste Aufeinandertreffen lief allerdings weniger nach dem Geschmack der Düsseldorfer. 0:5 hatte es Anfang Dezember in Dortmund geheißen. Da war die Fortuna völlig chancenlos. Kein Einzelfall gegen die Top-Fünf der Bundesliga. Bislang hieß es da: acht Spiele, acht Niederlagen, 3:29 Tore. Nun folgte die neunte Niederlage. Und auch wenn die Fortuna diesmal mithalten konnte, wird sie am kommenden Mittwoch in Leipzig wohl nicht allzu hoffnungsvoll ins letzte Spiel gegen eine Spitzenmannschaft gehen.

Gegen Dortmund hatte sich Rösler dennoch etwas ausgerechnet - auch wenn der BVB mit der Empfehlung von elf Siegen aus 13 Rückrundenspielen in die (selbstredend leere) Arena kam. Also versuchte es Rösler mit Umstellungen: Rouwen Hennings, zuletzt Doppeltorschütze gegen Hoffenheim, blieb draußen, Kenan Karaman war der einzige echte Stürmer. Zudem ersetze der gerade erst genesene Marcel Sobottka den gesperrten Adam Bodzek im zentralen Mittelfeld.

Das tat der Fortuna gut. In der Anfangsphase hatte sie sogar ein leichtes Übergewicht - zwar ohne Chancen, aber weil die Düsseldorfer konsequent pressten, sah sich der BVB sogar mal dazu gezwungen, den Ball humorlos hinten raus zu schlagen. Es dauerte knapp zehn Minuten, ehe das Geschehen den Erwartungen entsprach. Dortmund hatte nun vermehrt den Ball, ließ es aber an Tempo und Ideen vermissen, die Fortuna machte die Räume eng und gab bis auf eine Konterchance in der 17. Minute nicht viel her. So ging es mit einem 0:0 in die Pause.

In der Schlussphase hat die Fortuna plötzlich Chancen

Großartig anders sah es auch danach nicht aus. Chancen gab es so gut wie keine in einem immer zäher werdenden Spiel. Erst in der 64. Minute hatte Marcel Sobottka mal eine für die Gastgeber, scheiterte aber an Roman Bürki, dessen Vorderleute nun auch kein Feuerwerk der Spielkunst abbrannten. Und wenn beim Tabellenzweiten doch mal etwas gelang, wie Raphael Guerreiros Volleyschuss im direkten Gegenzug, meldete sich der Videoschiedsrichter. Der verweigerte dem vermeintlichen 0:1 die Anerkennung, weil es zuvor ein Handspiel gegeben habe. Das musste man nicht zwingend so sehen. Allerdings hatten auch die Düsseldorf allen Grund zum Ärger: Kurz vor Sobottkas Chance war Thommy gefoult worden, der anzeigte Vorteil war kein wirklicher.

Danach war das Spiel wieder etwas offener. Weil beide Trainer munter wechselten. Steven Skrzybski traf in der 82. Minute sogar den Pfosten und rannte auch in der 90. Minute noch mal aufs Tor. Da wirkte es plötzlich so, als sei die Fortuna dem Sieg näher. Doch dann kam Haaland.

Statistik:

Fortuna: Kastenmeier - Ayhan, Hoffmann, Gießelmann - Zimmermann, Stöger, Sobottka (81. Morales), Suttner (76. Skrzybski), Berisha, Thommy (83. Zimmer) - Karaman (81. Hennings)

Dortmund: Bürki - Piszczek, Hummels, Akacji - Hakimi, Can, Witsel (61. Haaland), Guerreiro, Hazard (74. Reyna), Brandt, Sancho

Schiedsrichter: Stegemann (Niederkassel)

Zuschauer: keine

Tor: 0:1 (90+5.) Haaland

Gelbe Karten: Gießelmann / Hazard, Akanji, Hakimi