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Gemischte Gefühle bei Zimmer​ nach dem Comeback für Fortuna Düsseldorf

Fußball : Gemischte Gefühle bei Jean Zimmer

Der 25-Jährige steht endlich wieder fit zur Verfügung und wartet auf weitere Bewährungsproben. Am liebsten bereits gegen den nächsten Gegner Wolfsburg.

Jean Zimmer hat zuletzt viel Geduld beweisen müssen. Doch als es endlich wieder losging, konnte er sich am Sonntag nach den 90 Minuten von Frankfurt auch nicht so richtig freuen. „Es war so eine gemischte Gefühlslage. Einerseits war es richtig schön, mal wieder mit den Jungs auf dem Platz zu stehen und die Atmosphäre zu genießen“, sagt Fortunas Außenspieler. „Nichts desto trotz bin ich nach der 1:2-Niederlage gegen die Eintracht sauer nach Hause gefahren.“ Die Niederlage war in Zimmers Augen sehr ärgerlich, „weil wir ein gutes und ordentliches Spiel gemacht haben. Nur in zwei Situationen haben wir nicht aufgepasst.“

Deshalb glaubt der 25-Jährige auch nicht, dass die Fortuna noch allzu weit von 100 Prozent Leistungsfähigkeit entfernt ist. „Das, was wir vorhaben, war in Frankfurt doch sehr gut zu sehen“, meint der Ex-K’lauterer. Das Problem war, dass dies seine Mannschaft nicht bis zur 90 Minute umsetzen konnte und der Druck der Eintracht dann zu groß wurde. „Da hat bei uns in den Kontersituationen der letzte Pass gefehlt.“ Da seien einfach falsche Entscheidungen getroffen worden, sonst wäre seine Mannschaft gar nicht mehr in Bedrängnis gekommen.

Letztlich hat sich in diesem Spiel in Frankfurt die individuelle Klasse doch noch gegen den Teamgeist einer Mannschaft ohne herausragenden Spieler durchgesetzt. „Wir haben aber in der vergangenen Saison gezeigt, dass das auch andersherum funktioniert“, sagt Zimmer und erinnert an die Spiele gegen Dortmund oder das legendäre 3:3 bei den Bayern. „In diesen Spielen stand enorme individuelle Klasse gegen uns auf dem Platz. Und wir haben es trotzdem geschafft.“

Zimmer: Fehler des Gegners werden nicht effizient genutzt

Zimmer sieht (noch) ein anderes aktuelles Problem im Spiel der Fortuna. „Wenn wir Fehler machen, wird das in dieser Liga von jedem Gegner brutal bestraft“, sagt Fortunas Spieler mit der Trikotnummer 39. „Wenn der Gegner fehlerhaft agiert, sind wir nicht immer in der Lage, das zu nutzen.“ Da wünscht sich Zimmer noch mehr Entschlossenheit und Kaltschnäuzigkeit.

Er würde gerne kommende Woche in der Startformation gegen Wolfsburg stehen. „Ich brenne darauf, auch weil ich einen langen, harten Weg die vergangenen sieben Monate hinter mir habe“, erklärt der 25-Jährige, der im Rückspiel in Leverkusen im März einen Außenbandriss mit einem Knochenödem erlitten hatte. Auch in der Sommer-Vorbereitung musste Zimmer wegen einer Sprunggelenks-Verletzung erneut pausieren. Jetzt ist er wieder zu 100 Prozent fit und brennt  auf weitere Einsätze.