Fußball: Fortuna jagt gegen Hannover historische Bestmarken

Bundesliga-Finale : Diese historischen Bestmarken jagt Fortuna Düsseldorf gegen Hannover

Im letzten Saisonspiel gegen Hannover könnten die Düsseldorfer einige statistische Meilensteine erreichen. Ein Überblick.

In den großen Fußball-Konferenzen im Radio und Fernsehen wird die Begegnung zwischen Fortuna Düsseldorf und Hannover 96 am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) keine allzu große Rolle einnehmen. Denn vor dem 34. Spieltag ist klar: Fortuna beendet die Saison in der Bundesliga im gesicherten Mittelfeld, die Niedersachsen stehen bereits als Absteiger fest. Die wichtigen Entscheidungen fallen woanders. Aus Fortuna-Sicht gibt es aber ein paar statistische Aspekte, die den abschließenden 90 Minuten auf dem Rasen in der Arena noch etwas Interessantes verleihen.

Punktebilanz in der Bundesliga

41 Zähler hat die Mannschaft von Cheftrainer Friedhelm Funkel in den bisherigen 33 Partien gesammelt. Kommen gegen den Tabellenvorletzten drei weitere hinzu, so würden die 44 Punkte die beste Ausbeute der Fortuna in der höchsten deutschen Spielklasse seit der Saison 1989/90 bedeuten. Damals landeten die Rot-Weißen unter Kult-Trainer Aleksandar Ristic mit 32:36-Punkten auf Platz neun — umgerechnet auf die erst 1995 eingeführte Drei-Punkte-Regel waren dies 42 Zähler. Ein Erfolg gegen Hannover würde statistisch die zweitbeste Spielzeit seit 1979/80 bedeuten, in der es umgerechnet 45 Punkte waren.

„Rekordmann“ Zimmermann

Ein gutes Stück in der Vereinshistorie zurückblättern muss man auch bei der Suche nach dem letzten Feldspieler, der in der Bundesliga in allen 34 Begegnungen für die Fortuna zum Einsatz kam. 1989/90 war dies Dirk Krümpelmann. Schickt Funkel am Samstag Matthias Zimmermann auf den Platz, wäre der 26 Jahre alte Außenverteidiger der erste Fortune seit Krümpelmann, dem das gelingt.

Mehr noch: Zimmermann absolvierte bisher alle 33 Spiele sogar über die volle Distanz von 90 Minuten. Dabei sah es so aus, als sollte diese Serie im Laufe der Rückrunde irgendwann beendet werden, da der gebürtige Karlsruher bereits am 20. Spieltag (1:1 in Hoffenheim) seine vierte Gelbe Karte sah. Doch Zimmermann vermied bis heute die fünfte Verwarnung und damit eine Sperre.

Interner Torschützenkönig

Mit jeweils zehn Treffern liegen Benito Raman und Dodi Lukebakio an der Spitze der vereinsinternen Torjägerliste dieser Spielzeit. Gelingt mindestens einem der beiden Belgier am Samstag gegen Hannover 96 sein elftes Saisontor, so würde dies die zweibeste Bundesliga-Bilanz eines Fortuna-Torjägers seit 1985 (Hans Holmqvist mit elf) bedeuten.

An die 15 Treffer von Thomas Allofs aus der Spielzeit 1990/91 werden beide mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr herankommen. Historisches haben Raman und Lukebakio aber bereits erreicht. Erstmals in der Bundesliga-Historie der Fortuna gibt es zwei Spieler, die auf eine zweistellige Zahl von Saisontoren kommen.

Mehr von Westdeutsche Zeitung