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Fußball: Fortuna Düsseldorf verabschiedet Spieler, 14 Profis gehen

Umbruch nach dem Abstieg : Fortuna verabschiedet 14 Spieler

Der Verein bedankt sich bei den Profis, deren Verträge auslaufen und bemüht sich um eine Weiterbeschäftigung von Erik Thommy und Niko Gießelmann.

Erik Thommy war am Freitag der elfte, Steven Skrzybski der zwölfte, Robin Bormuth der 13. und Niko Gießelmann der 14. Spieler. Sie alle wurden auf der Homepage der Fortuna mit ein paar warmen Worten verabschiedet. Bereits in den vergangenen Tagen begann der Klub sich bei den Profis zu bedanken, deren Verträge auslaufen und die nach dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga gehen werden — zumindest vorläufig. Denn ebenso war am Freitag auf dem Twitter-Kanal der Rot-Weißen Folgendes zu lesen: „Nur zur Info: Wir verabschieden derzeit erstmal jeden Spieler, dessen Vertrag in diesem Sommer ausläuft. So, wie sich das gehört. Mit einigen dieser Spieler sind wir aber aktuell im Austausch über eine weitere Zusammenarbeit. Im Fußball weiß man ja nie. . .“

Insbesondere bei Thommy hofft die Fortuna noch auf eine Fortsetzung. Nach einjähriger Leihe kehrt der offensive Außenbahnspieler nun erst einmal zum VfB Stuttgart zurück. Dort steht der 25-Jährige noch bis 2022 unter Vertrag. In der zurückliegenden Saison absolvierte er alle 34 Bundesligaspiele für die Fortuna, erzielte sechs Treffer und bereitete fünf weitere vor. Eine Weiterbeschäftigung Thommys ist durch den Abstieg ein ganzes Stück unwahrscheinlicher geworden. Dennoch will Sportvorstand Uwe Klein um den von Cheftrainer Uwe Rösler sehr geschätzten Profi kämpfen. Auch Linksverteidiger Gießelmann könnte unter Umständen noch eine sportliche Zukunft in Düsseldorf haben, ihm soll die Fortuna ein neues Angebot gemacht haben. Zugleich steht der 28-Jährige angeblich bei Hannover 96 hoch im Kurs.

Bereits vor dem Saisonende standen die Abgänge von Torhüter Michael Rensing und Außenverteidiger Diego Contento fest. Letzterer schließt sich zur neuen Spielzeit dem künftigen Ligarivalen SV Sandhausen an. Thommy und Gießelmann könnten aber die einzigen beiden unter den bisher 14 bekannten Abgänge aus der ersten Mannschaft sein, um die sich der Verein noch einmal bemühen wird — Kapitän Oliver Fink, der bekanntlich die U 23 verstärken wird, sei an dieser Stelle ausgeklammert.

Markus Suttner zieht es wieder nach Österreich. Austria Wien und der Wolfsberger AC gelten als aussichtsreiche Kandidaten für eine Verpflichtung des Außenverteidigers. Zurück zu Eintracht Frankfurt geht es zunächst für den oft verletzten Aymen Barkok, der sein Talent in Düsseldorf aufgrund vieler Verletzungen allenfalls andeuten konnte. Mit Zack Steffen, Mathias Jörgensen, Kasim Adams, Valon Berisha und Steven Skrzybski stehen fünf weitere Leihspieler als Abgänge fest. Innenverteidiger Robin Bormuth, zuletzt sowohl unter Rösler als auch unter dessen Vorgänger Friedhelm Funkel ohne Einsatzzeit, verlässt die Fortuna nach sieben Jahren.

Auch Regisseur Kevin Stöger wird zur kommenden Saison nicht mehr für die Fortuna auflaufen. Der 26-Jährige könnte bei einem Klassenerhalt Werder Bremens gleich vier Angebote von Bundesligavereinen erhalten. Neben den Grün-Weißen sollen der FC Schalke, Eintracht Frankfurt und der VfB Stuttgart die Fühler nach Stöger ausgestreckt haben.

Somit steht eine Woche nach dem Abstieg fest, was zu erwarten war und nicht überraschend kommt: Die Fortuna befindet sich im Umbruch. „Wir werden angesichts von 17 auslaufenden Verträgen auf allen Positionen neue Spieler brauchen“, hatte Trainer Rösler vor einigen Tagen gesagt.

Wenig Bewegung gibt es bisher auf der Seite der Zugänge. Das ist jedoch ebenso nicht verwunderlich, da in mehreren Ligen noch Relegationsspiele ausstehen und andere Länder ihre Saison noch nicht zu Ende gespielt haben. Uwe Klein war aber nicht untätig, die Planungen auf der Geschäftsstelle haben nicht erst nach dem Abstieg begonnen. Als möglicher Zugang bei Fortuna wird Paterson Chato gehandelt. Der Deutsch-Kameruner, der unter anderem bei Bayer Leverkusen ausgebildet wurde, spielte eine gute Saison bei Zweitliga-Absteiger SV Wehen Wiesbaden und passt als spielintelligenter, defensiver Mittelfeldspieler genau ins Anforderungsprofil von Trainer Rösler. Allerdings würde für Chato, dessen Vertrag noch bis 2023 läuft, eine Ablösesumme fällig.