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Fußball-Bundesliga: Vier Siege in Folge für Fortuna am letzten Spieltag

Statistik : Vier Siege in Serie — Fortuna kann letzte Spieltage

Die jüngere Bilanz der 34. Spieltage gibt vor dem Duell bei Union Berlin Anlass für Optimismus.

Ein Sieg bei Union Berlin und alles ist gut — zumindest fürs Erste. Danach käme es zu zwei weiteren „Finals“ in den Relegationsspielen. Doch mit dem Gewinnen ist es bei Fortuna Düsseldorf in dieser Saison bekanntlich so eine Sache. Hätte es allein für jeden Schulterklopfer gegnerischer Spieler, Trainer und Sportdirektoren in den vergangenen Monaten jeweils einen Punkt auf das Konto gegeben, die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler würde in der kommenden Saison in der Europa League antreten. Und ganz nebenbei wäre die Zugehörigkeit zur Fußball-Bundesliga für das Spieljahr 2020/21 längst gesichert.

Nach 33 absolvierten Partien stehen aber nun einmal nur sechs Siege auf der Habenseite, dazu zwölf Unentschieden und 15 Niederlagen. Unter Rösler gab es in 14 Bundesligaspielen nur zwei Mal einen „Dreier“, beim 2:0 in Freiburg und dem 2:1-Heimerfolg gegen Schalke. Eigentlich zu wenig, um sich in der Liga zu halten, doch andererseits gab es unter dem Nachfolger von Friedhelm Funkel auch nur drei Niederlagen. Aus welchem Winkel man die Ausbeute auch betrachten mag: Auf vermeintliche Schützenhilfe des 1. FC Köln möchte sich ganz sicher niemand verlassen, deshalb muss am Samstag (15.30 Uhr) in Köpenick ein Sieg her. Der siebte der Saison, der dritte unter Rösler.

Das bekannte „Was-wäre-wenn-Spielchen“ möchte beim Tabellen-16. niemand durchgehen. Stattdessen gibt sich die Fortuna zuversichtlich. „Angst ist im Fußball nicht der beste Begleiter“, sagt Offensivspieler Steven Skrzybski. „Ich bin ein optimistischer Mensch. Wir können und wollen aus eigener Kraft den Schritt in die Relegation schaffen.“

Hoffnung macht Fortunas jüngere Bilanz an letzten Spieltagen. Die letzten vier, eine Saison abschließenden Begegnungen wurden allesamt gewonnen. Und nicht selten ging es dabei noch um etwas. So wie vor zwei Jahren, als sich die Fortuna mit einem 3:2 in Nürnberg die „Meisterfelge“ der 2. Bundesliga sicherte. In den beiden Saisons zuvor hätte es bei ganz ungünstigem Verlauf sogar in die 3. Liga oder zumindest in die Relegation gehen können. Sowohl gegen Aue (1:0, 2016/17) als auch in Braunschweig (2:0, 2015/16) gab es dann aber einen jeweils erfolgreichen Abschluss.

Mitentscheidend in der Partie in Berlin wird sein, wie sich die Fortuna von den kräftezehrenden Wochen sowie der mentalen Belastung und dem mit daraus resultierenden schwachen Auftritt gegen Augsburg erholen konnte. Trainer Rösler ließ die Profis nach dem 1:1 gegen den FCA zwei Tage abschalten, zudem dürfte auch Mentalcoach Axel Zehle in dieser Woche noch einmal besonders gefordert gewesen sein.