Funkel hofft bei Fortuna auf den Lerneffekt nach Pleite beim BVB​

Fußball : Funkel hofft auf einen Lerneffekt nach dem Spiel beim BVB

Selten hat die Fortuna unter diesem Trainer zweimal in Folge enttäuscht. Gegen Leipzig muss jeder Spieler Verantwortung übernehmen und auch hellwach sein.

Manchem Fortuna-Fan graut es vor dem Spiel gegen RB Leipzig am Samstag in der Arena. Zum einen hat der Auftritt ihrer Mannschaft beim 0:5 in Dortmund wenig Mut gemacht. Andererseits ist die Erinnerung an das 0:4 gegen diesen Gegner im Januar dieses Jahres noch relativ frisch, als die „Bullen“ die Platzherren in der ersten Viertelstunde bereits überfahren hatten. „Wir müssen schon eine viel bessere Leistung als in der zweiten Hälfte in Dortmund zeigen“, erklärt Friedhelm Funkel, der nicht nur auf die Unterstützung durch die kanpp 40 000 Fans im Stadion setzen will. Mehr Aufmerksamkeit und Verantwortungsgefühl fordert er von seinen Spielern. „Damit meine ich, dass nicht auf den anderen gehofft wird, dass der sich in den Zweikampf schmeißt. Sondern jeder muss vorangehen, dem Mitspieler helfen und hellwach sein.“ Zu oft haben die Fortunen in Dortmund trotz Überzahl den Raum gedeckt, anstatt energisch den Ballführenden zu attackieren und mögliche Passempfänger abzudecken.

Das System sei da eher zweitrangig, wie Fortunas Cheftrainer erklärt. Die Mannschaft fühlt sich mit Dreierkette genauso wohl wie mit Viererkette. „Allerdings biete ich nicht so gerne eine Dreierkette auf, wenn der Gegner nur mit einer zentralen Spitze agiert“, sagt Funkel, der wohl mit Timo Werner als Mittelstürmer und zwei Außenangreifern bei den Sachsen rechnet. Wichtiger ist, dass der Gegner kein Tempo aufnehmen kann und nicht hinter Fortunas Abwehrkette kommt, wie es die Dortmunder mehrfach geschafft haben. Ein positiver Punkt ist, dass Fortuna ganz selten zweimal in Folge enttäuscht hat. Immer hatte nach bitteren Niederlagen ein Lerneffekt eingesetzt. Darauf können die Fans hoffen.

Fortuna muss gegen Leipzig „beißen“

Zimmermann brennt darauf, wieder gegen Leipzig zu treffen

„Wir wollen es auf jeden Fall allen zeigen, dass wir es besser machen können“, erklärt Fortunas „Mister Zuverlässig“, Matthias Zimmermann. Sein bislang einziges Bundesliga-Tor für die Fortuna hat der 27-Jährige gegen Leipzig beim 1:1 dort erzielt. „In solche Konter wie in Dortmund dürfen wir dabei nicht laufen. Und so viele Ballverluste werden wir ganz sicher auch nicht mehr haben“, sagt Zimmermann, der weiß, dass man gegen solche Top-Teams nicht das Ziel haben sollte, nur mitspielen zu wollen. „Vor allem mit dem Ball müssen wir es besser machen, um die Defensive zu entlasten.“ Etwas Zählbares zu erreichen, wäre für Zimmermann sehr wichtig. „Dabei dann endlich mein erstes Heimtor zu erzielen, wäre einfach nur großartig.“