1. Sport
  2. Fußball
  3. Fortuna Düsseldorf

Funkel: „Eintracht Frankfurt ist noch kein Vorbild“​

Fortuna Düsseldorf : Funkel: „Eintracht Frankfurt ist noch kein Vorbild“

Fortuna Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel hat großen Respekt vor dem kommenden Gegner aus Frankfurt. Die sind wohl die offensivstärkste Mannschaft der Bundesliga.

194 Spiele hat Friedhelm Funkel mit der Frankfurter Eintracht als Trainer absolviert und ist mit dem Klub aus der Banken-Metropole 2004 auch in die Bundesliga aufgestiegen. So war es mehr als verständlich, dass er den Frankfurtern zum guten Auftritt gegen Inter Mailand (0:0) gratulierte. Fortunas aktueller Cheftrainer (107 Bundesliga-Spiele mit Düsseldorf) schaut, was die sportlichen Möglichkeiten angeht, überhaupt mit großem Respekt nach Frankfurt.

„Mit der Eintracht können wir uns so schnell noch nicht messen, und sie kann zunächst auch kein Vorbild für uns sein“, sagt Funkel im Vorfeld der Bundesliga-Partie am Montag gegen diesen Gegner (20.30 Uhr/Arena). Mittelfristig käme da eher die Möglichkeit in Frage, sich an Vereinen wie Mainz 05, SC Freiburg oder FC Augsburg zu orientieren. „Was in diesen Klubs mit den vorhandenen Möglichkeiten geschaffen wurde, da kann man nur den Hut ziehen“, erklärt der 65-Jährige. „Wir müssen am Boden bleiben und trotz der jüngsten Erfolge nicht mit dem Träumen anfangen.“

3500 Frankfurter kommen nach Düsseldorf

Die Sympathie für die Eintracht speist sich nicht nur durch die fünf Jahre, die Funkel am Main arbeiten durfte. Auch sein langjähriger Weggenosse, Co-Trainer und Freund Armin Reutershahn, der in Frankfurt noch tätig ist, die „großartigen Fans“ und auch die Vereinsführung sorgen für die „positive Beziehung“, die Funkel zur Eintracht empfindet. „Diesen Rückhalt, den wir damals in Frankfurt gespürt haben, ist dem in Düsseldorf ähnlich.“ Daher verwundert es Fortunas Trainer auch nicht, dass an einem Montagabend und vor dem Europa-League-Spiel in Mailand über 3500 Fans der Eintracht mit nach Düsseldorf kommen und mit für gute Stimmung sorgen werden.

Auch ein Ausfall von Ante Rebic würde Fortuna nicht helfen

Dass das Rückspiel nicht zu einer Revanche für die 1:7-Niederlage im Hinspiel ausgerufen wird, daran hat Friedhelm Funkel großen Anteil, weil er seinen Spielern und am Freitag auch den Medienvertretern erklärt hat, dass das zweite Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften unter völlig anderen Vorzeichen steht, als noch zu Beginn der Saison. „Das Hinspiel hat für Montag keine Bedeutung“, sagt der Trainer. „Wir müssen kein 1:7 aufholen, das Spiel startet bei 0:0.“

Dass es keine leichte Aufgabe wird, die gute Serie der Fortuna auch gegen Frankfurt fortzusetzen, weiß nicht nur der Trainer. In der Rückrunde hat die Eintracht noch keine Niederlage kassiert und ist wohl die offensivstärkste Mannschaft der Bundesliga. Falls Ante Rebic erneut ausfällt, — gegen Mailand hatte er nicht spielen können — schadet das der Offensivkraft der Hessen kaum. Denn Rebic hatte auch im Hinspiel verletzt gefehlt, und das hatte Eintrachts Torlust nicht geschmälert. Funkels Konzept für Montag ist einfach: „Wir dürfen die Offensive des Gegners nicht in Fahrt kommen lassen und müssen defensiv mindestens so gut arbeiten wie beim 4:0-Sieg Auf Schalke.“

>>>Eintracht Frankfurt - Mit Martin Hinteregger ist nicht gut Kirschen essen