Fortunas Vorstandsvorsitzender Robert Schäfer ist stolz auf das Team

Fortuna kann in aller Ruhe Karneval feiern : Ärger über Stadiondeal ist nur ein Randthema

Reaktion Vereinsboss ist stolz auf das Team.

Mit einem fröhlichen Lachen kam Klubchef Robert Schäfer in die Mixed-Zone. Mit heiserer Stimme und sichtlich bewegt, machte der Vorstandsvorsitzende der Fortuna den Spielern ein großes Kompliment. „Ich bin unglaublich stolz auf diese Mannschaft, auf das Trainerteam und alle die dazu beigetragen haben“, sagte Schäfer. „Egal, wie das Ganze am Ende noch ausgehen wird, zeigt unser Herangehen an das Projekt Bundesliga mit unseren Mitteln, dass man mit Einsatz, Geschlossenheit und Mannschaftsgeist in der modernen Fußball-Welt noch etwas erreichen kann.“ Dies sollte doch allen Mut machen, dass so etwas funktionieren kann. Jetzt habe es sich die Mannschaft verdient, die Karnevalstage richtig zu feiern. Der Vereinsboss wird nach eigener Aussage übrigens als Flamingo in Rosa auf dem Karnevalswagen der Fortuna im Rosenmontagszug unterwegs sein.

Neben ihm werden auf dem Wagen auch Trainer Friedhelm Funkel und Aufsichtsrats-Boss Reinhold Ernst sowie mehrere Spieler oben auf dem Wagen zu sehen sein. Die Spieler haben am Sonntag trainiert (Auslaufen) und dann am Rosenmontag und Veilchendienstag frei. „So oft haben wir das in den zurückliegenden zehn Jahren nicht geschafft, am Karnevals-Wochenende zu gewinnen“, erklärte Oliver Fink, der sich ebenfalls als Kapitän dieser „großartigen Mannschaft“ sehr lobend über die Teamleistung äußerte.

Der einzige negative Punkt in diesen Tagen ist für die Fortuna der Stadion-Deal der Stadt mit dem KFC Uerdingen. „Eigentlich müsste es angesichts unserer Leistungen Unterstützung von allen Seiten geben“, sagte Schäfer. „Stattdessen erleben wir hier hausgemachten Ärger. Aber vielleicht gibt es ja noch eine Lösung.“ Mit völligem Unverständnis reagierte auch der Wahl-Krefelder Friedhelm Funkel: Es geht gar nicht, dass die Stadt den Hauptmieter Fortuna bei den Verhandlungen und Gesprächen völlig außen vor lässt.“ Die Feierlaune ließ sich der Trainer allerdings nicht vermiesen.

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