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Fortunas Trainer Uwe Rösler: „Die Jungs sind so geil auf die Liga“

Fußball : „Die Jungs sind so geil auf die Liga“

Uwe Rösler wäre extrem traurig gewesen, wenn die Saison der Fußball-Bundesliga abgebrochen worden wäre. „Das hätte unsere Anstrengungen der vergangenen acht Wochen zunichte gemacht“, sagt Fortunas Cheftrainer.

„Für uns ist das quasi die Belohnung für unsere mit hohem Aufwand betriebenen Anstrengungen.“ Dazu gehörte auch das teaminterne Testspiel am Donnerstag über 90 Minuten. Laut Rösler gab es dabei positive wie negative Aspekte. „Auch die kleinen Dinge, wie sinnvolle Einwürfe sind so ein Beispiel, was über eine so lange Zeit verloren gehen kann“, meint der Trainer, der am Montag einen weiteren Test über 90 Minuten mit zwei neu zusammengestellten Teams angesetzt hat. Mit den Laufwerten ist der Trainer jedoch zufrieden. Das zeige, dass seine Spieler engagiert gearbeitet haben.

Wichtig ist für Uwe Rösler am kommenden Samstag die geistige Frische und das Annehmen der besonderen Situation. „Wenn man überlegt, dass jetzt eigentlich die Saison zu Ende gehen würde, ist das etwas, worauf sich die Spieler einstellen müssen“, sagt er und glaubt, dass die Fortunen mental gut auf die Rückkehr in den Liga-Alltag in einer Arena ohne Zuschauer vorbereitet sind. Zudem stimmt es Rösler zuversichtlich, dass der Gegner der SC Paderborn sein wird. „Darauf haben wir uns die ganze Zeit taktisch und mental vorbereitet“, sagt der Trainer.

„Die Qualität wird zu Beginn der restlichen Saison nicht hoch sein“

Überhaupt hofft Uwe Rösler, dass seine Mannschaft einen Vorteil gegenüber so manchem Gegner haben könnte. „Die Jungs sind so geil auf die Bundesliga, dass sie unbedingt auch nächste Saison in der höchsten deutschen Spielklasse kicken wollen“, sagt der 51-Jährige. „Das könnte gegenüber Spielern, die vielleicht 300 Bundesliga-Spiel auf dem Buckel haben, ein Vorteil sein, weil sich diese vielleicht unbewusst nicht so gut auf die Gegebenheiten einstellen wollen oder können.“ Daher sieht Fortunas Trainer eine „Super-Chance“, dass seine Mannschaft die Liga halten kann. Das sei alles nur eine Kopfsache.

So glaubt Rösler nicht daran, dass die fehlenden Emotionen auf den Rängen negative Wirkung auf seine Spieler haben könnte. Sie seien darauf eingestellt und sollten damit gut klar kommen. Davon ist Rösler überzeugt, der alle Mühen, die sich jetzt durch alle Sicherheitsvorkehrungen rund um die Spiele ergeben, gerne auf sich nimmt, wenn am Ende der Klassenerhalt stehen würde.

Qualitativ erwartet Rösler gerade von den ersten Spielen nicht die beste Fußballkost. „Die Dynamik, die wir sonst kennen, werden die Spieler ohne Emotionalität von den Rängen nicht über 90 Minuten abrufen können“, sagt er. Falls es dann aber reicht, den Abstieg zu vermeiden, wäre es Rösler und allen Fortunen völlig schnuppe.