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Fortunas ​Trainer gibt das falsche Signal​

Kommentar : Trainer gibt falsches Signal

Fortuna hat scheinbar Angst vor dem Gewinnen. Doch die Spielweise der Mannschaft macht noch ein wenig Mut für den Rest der Saison.

Die Enttäuschung wirkt noch bei allen nach, die Fortuna im Herzen haben. Eigentlich konnte Uwe Rösler es nur falsch machen. Er wechselte kopfballstarke Spieler ein, um die Flanken, die der Gegner unweigerlich lang in den Strafraum auf Meré und Modeste schlagen würde, zu bekämpfen. Das hat definitiv nicht funktioniert, einerseits weil die Vorlagen von außen nicht verhindert werden konnten und andererseits im Abwehrzentrum wieder einmal in den letzten sechs Minuten geschlafen wurde. Aber was wäre passiert, hätte Fortunas Trainer die spielstarken Erik Thommy und Kevin Stöger auf dem Platz gelassen und die Tore wären trotzdem gefallen? Auch da hätte der Trainer verloren in den Augen seiner Kritiker.

Was man ihm vielleicht vorwerfen kann: er hat mit der Einwechslung von Adams für Stöger und Fink für den Torschützen zum 2:0, Thommy das falsche Signal gesetzt. „Wir bringen das Ding jetzt mit Mauern über die Zeit.“ Doch das hat gerade in einer Lage, in der sich Fortuna derzeit befindet, keine Aussicht auf Erfolg. Dazu ist in den Spielen gegen Frankfurt (1:1), Hertha (3:3) oder in Wolfsburg jeweils nach Führung bereits zu viel in den letzten Minuten schief gegangen. Das passierte auch in der Hinrunde etwa in Frankfurt (1:2), in Gladbach (1:2) oder zuhause gegen Freiburg (1:2), dass Tore kurz vor dem Ende Punkte kosteten. Die Mannschaft hat all das immer noch im Hinterkopf und muss aus diesem Teufelskreis unbedingt heraus.

Norbert Krings Foto: Sergej Lepke

Und jetzt das Positive: Die Mannschaft von Fortuna Düsseldorf war über 88 Minuten besser als der Gegner. Und das galt auch für die Spiele zuvor und sollte Mut machen. Klar ist natürlich, dass ein Spiel gegen einen so angeschlagenen Gegner wie Schalke 04 gewonnen werden muss. Aber letztlich ist der Abstand zu Platz 15 nicht zu groß und alles ist noch drin . . .