Fortunas Sportvorstand erklärt das Ausleihgeschäft von Dawid Kownacki

Drei Fragen an : Drei Fragen an Lutz Pfannenstiel

Lutz Pfannenstiel, Sportvorstand der Fortuna

Herr Pfannenstiel, warum hat sich der Transfer von Dawid Kownacki so lange hingezogen?

Lutz Pfannenstiel: Das lag nicht unbedingt daran, dass wir uns nicht über den finanziellen Rahmen einigen konnten. Es ging für Genua eher darum, einen adäquaten Ersatz für einen anderen Stürmer im Kader zu bekommen, der einen Wadenbeinbruch erlitten hatte. Wir haben seit Anfang Januar bis eine Stunde vor Transferschluss an diesem Leihgeschäft gearbeitet.

Gibt es denn nun eine Kaufpflicht nach Ende der Ausleihe, und will Fortuna den Spieler unbedingt dann weiterverpflichten?

Pfannenstiel: Nein, eine Kaufpflicht besteht für Kownacki nicht. Allerdings haben wir ein sehr gutes Gefühl bei diesem Spieler und hätten keine Kaufoption verhandeln müssen, wenn wir nicht über das Saisonende hinaus an ihm interessiert wären. Letztlich wollen wir, dass er länger als das halbe Jahr bei uns spielt.

Wie haben Sie und Ihr Team es geschafft, Dawid Kownacki von Düsseldorf zu überzeugen?

Pfannenstiel: Wir hatten in den Verhandlungen früh ein sehr gutes Vertrauensverhältnis, und ich selbst war mehrfach in Genua, um unser besonderes Interesse zu dokumentieren. Und es heißt schon was, dass sich Spieler und Berater für die Fortuna entschieden haben, wenn man sieht, dass italienische Vereine wie Empoli und Cagliari sowie der FC Fulham interessiert waren. Letztlich hat uns natürlich auch geholfen, dass sein Freund Marcin Kaminski vielleicht den letzten Ausschlag gegeben hat.

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