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Fortunas Gegner Frankfurt: Mit Martin Hinteregger ist nicht gut Kirschen essen​

Gegner der Fortuna Düsseldorf : Eintracht Frankfurt - Mit Martin Hinteregger ist nicht gut Kirschen essen

Der Frankfurter Verteidiger Martin Hinteregger geht auf und neben dem Platz robust zur Sache. 

Das 0:0 gegen Inter Mailand ist zwar kein perfektes Ergebnis, doch es lässt Eintracht Frankfurt die Chance zum Einzug in das Viertelfinale der Europa League. Immerhin gelang den Italienern am Donnerstag im Waldstadion kein Auswärtstreffer. Wofür besonders Martin Hinteregger sorgte. Mit seiner internationalen Erfahrung bekam der Verteidiger die Partie zügig unter Kontrolle. Zweikampfstark, mit wichtigen Balleroberungen sowie öffnenden Diagonalpässen bewies Hinteregger einmal mehr seinen Wert für die Eintracht.

„Das ist Wahnsinn, wie ruhig und abgeklärt Martin das da hinten macht“, sagte Bruno Hübner. Eintrachts Sportdirektor hatte im Januar kurz vor Ende der Transferperiode zugegriffen, als Hinteregger kurzfristig auf den Markt kam. Denn so ruhig und abgeklärt der 26-Jährige auf dem Feld agiert, so emotional und unbedarft ist er abseits des Rasens. So suspendierte ihn der FC Augsburg, weil Hinteregger nach dem 0:2 in Mönchengladbach Ende Januar „nichts Positives über den Trainer erzählen konnte“.

„Es war nicht möglich, seine Meinung zu sagen“

Für seinen Verein lag er damit natürlich daneben. Schließlich sind Authentizität und Ehrlichkeit in der heutigen Welt des Fußballs nicht mehr erwünscht, womit Hinteregger ganz grundsätzlich ein Problem hat. „Eigentlich sollten auch Fußballer sagen dürfen, was sie meinen. Es ist aber nicht möglich, jeder muss ein Blatt vor dem Mund haben. Wenn ich ein Spiel im Fernsehen schaue, dann schalte ich bei den Interviews nach dem Schlusspfiff ab. Die sind so etwas von uninteressant. Man weiß eh, was kommt“, sagt Hinteregger.

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Ändern will sich der bislang 37malige Nationalspieler deshalb aber mitnichten. „Ich werde sicher kein Parade-Profi mehr werden, ich kann mich einfach nicht verstellen.“ Hinteregger prangert zurecht an, dass die Fußballwelt einerseits Typen mit Ecken und Kanten vermisst, die wenigen nicht stromlinienförmigen dann aber zensiert und bestraft werden. Wahrscheinlich wird der Kärntner dies in der Zukunft irgendwann erneut zu spüren bekommen. Aktuell aber bekommen Frankfurts gegnerische Angreifer zu spüren, dass auch fußballerisch mit Hinteregger nicht gut Kirschen essen ist.