Fortunas Düsseldorfs Keeper Zack Steffen will Arena zur Festung machen​

Fortuna Düsseldorf : Steffen will Arena zu einer Festung machen

Fortunas Torhüter musste gegen Mainz 05 nicht ernsthaft eingreifen. Seine Mitspieler wollten sich auch auf diese Weise bei ihm „bedanken“ – für viele großartige Paraden in den vergangenen Spielen.

Oft genug stand Zack Steffen in dieser Saison im Mittelpunkt, weil er von seinen Vorderleuten in diesen Situationen allein gelassen worden war und mit spektakulären Paraden retten musste. Fortunas amerikanischer Torhüter war entsprechend erleichtert, dass er diesmal im Spiel gegen Mainz 05 beim 1:0 (0:0)-Erfolg auch einmal die Null halten konnte. Allerdings hatte Steffen daran diesmal nur einen geringen Anteil. Denn mehr als Rückpässe weiterzuleiten und Abstöße auszuführen, war für ihn kaum zu tun. Gegenüber den 20 Torschüssen der Fortuna standen nur sieben der Mainzer, die jedoch alle keine Gefahr für das Gehäuse von Zack Steffen bedeuteten. Erst in der Schlussphase gab es eine Ecke für die Gäste, die aber von einem Abwehrspieler der Fortuna per Kopf geklärt werden konnte.

„Wir sind froh, dass wir es geschafft haben, für unseren Torhüter zu spielen“, sagte Niko Gießelmann und fügte im Spaß hinzu: „Er hatte ja auch einen Jetlag nach seiner Länderspielreise, und so mussten wir ihn auch schonen.“ Steffen selbst war ebenfalls glücklich, dass sein Team im achten Saisonspiel erstmals ohne Gegentor geblieben war. „Es ist schon so, dass mich das mit Freude erfüllt. Meine Mitspieler waren heute in der Lage, alles Gefährliche weit von unserem Tor fern zu halten“, sagte der US-Torhüter. „Das Spiel hat gezeigt, dass wir unser Tor besser verteidigen können.“ Diesmal habe die Konzentration auch über 90 Minuten gereicht, „weil alle großartig an einem Strang gezogen haben“.

Fortunas Torhüter nimmt auch gerne einen „schmutzigen Sieg“

Auch den ersten Heimsieg wertet Steffen als ganz wichtig. „Das gibt uns weiteres Selbstbewusstsein, und wir wollen unser Stadion auch künftig zu einer Festung machen“, sagt Steffen, der glaubt, dass es den Gegnern in den vorangegangenen Heimspielen zu leicht gemacht wurde, Punkte aus der Arena zu entführen. Es sei wichtig gewesen, dass auch ein Spiel gewonnen werden kann, in dem die Fortuna keine großartige spielerische Leistung zeigt. Steffen sprach von einem „schmutzigen Sieg“, der aber genauso drei Punkte bringt.

Dass er selbst eher den Balljungen statt des Helden zwischen den Pfosten gespielt hat, stört Steffen nicht. „Ich mag das schon, wenn mir meine Vorderleute die Arbeit abnehmen. Das war schon gut so.“ Dass er diese Art von Spielen lieber hat, wo er nicht so im Brennpunkt steht, wollte Steffen aber nicht so stehen lassen. „Am liebsten nehme ich es so, wie es kommt“, sagte der 24-Jährige, der genau weiß, dass mit den Spielen gegen Dortmund, Bayern, Leipzig und Schalke noch viel auf ihn zu- und ankommen wird.

Mehr von Westdeutsche Zeitung