Fortuna will in der Rückrunde auch erneut spielerisch überzeugen

Fußball-Bundesliga : Fortuna will in der Rückrunde auch erneut spielerisch überzeugen

Friedhelm Funkel ist zuversichtlich, dass seine Mannschaft an die guten Leistungen, die sie bereits ab dem Spiel gegen Hertha BSC gezeigt hat, anknüpfen kann.

„Nicht nur die drei letzten Spiele der Hinrunde waren gut“, sagt Fortunas Trainer. „Seit dem Sieg gegen Berlin haben wir in allen Spielen eine richtig gute Mannschaftsleistung gezeigt — vielleicht mit Ausnahme des Bremen-Spiels.“ Dass die Fortuna demütig und bescheiden bleibt, betont Fortunas Cheftrainer noch einmal, weil eben noch nichts Greifbares erreicht sei. Aber mit dem gewachsenen Selbstbewusstsein sollte auch in der Rückrunde etwas drin sein, was dann reicht, um das große Ziel — den Klassenerhalt — zu erreichen. Das soll nicht nur mit den bewährten Tugenden wie Kampf und Leidenschaft angegangen werden. „Wir haben in einigen Spielen richtig guten Fußball gespielt und sind von den sogenannten Experten dafür auch gelobt worden“, erklärt Funkel. „Als Aufsteiger haben wir uns bisher ausgezeichnet verkauft.“

Dass die Pause die Spieler aus dem Rhythmus gebracht haben könnte, glaubt Funkel nicht. „Das betrifft doch alle Mannschaften, die zuletzt gewonnen haben. Ich habe es immer so genommen, wie es kommt.“ Verändern könne man es ohnehin nicht. So steht jetzt im Fokus, alles zu verbessern und zu verfeinern, woran man schon seit Saisonbeginn arbeitet. Gerade das Thema „Taktische Flexibilität“ ist für Funkel ganz oben angesiedelt. „In der Hinrunde zählten wir zu den Mannschaften, die immer wieder taktisch variiert haben. Alles, was man spielen kann, haben wir versucht, teilweise auch erfolgreich.“ Diese Stärke der Mannschaft will Funkel noch vergrößern. „In der Vorbereitung werden wir zudem daran arbeiten, uns in der Defensive so aktiv und körperlich stark zu präsentieren.“ Daran will auch Jean Zimmer noch arbeiten, um defensiv noch konstanter zu werden und mehr Zweikämpfe zu gewinnen. Auch der 25-Jährige weiß also, worauf es ankommt.

Für Zimmer die Nominierung für das Tor des Jahres eine Ehre

So war es auch zum Trainingsauftakt am Donnerstag. Zimmer hat mal wieder alles gegeben. Eigentlich wollte  der Fortuna-Profi nach dem Laktattest möglichst schnell unter die Dusche, um vor dem Interview noch etwas zu regenerieren. Doch dann blieb er doch stehen und stellte sich den Fragen der Journalisten, die vor allem wissen wollen, wie stolz er darauf ist, dass sein Tor zum 2:0 gegen Dortmund in der Auswahl zum Tor des Monats in der ARD-Sportschau vertreten sein wird. „Es ist ein schönes Gefühl und eine Ehre, aber für mich war es wichtiger, dass dieses Tor unserer Mannschaft geholfen hat, das Spiel gegen den BVB zu gewinnen.“ Trotzdem hat er die ganze Sache genossen, weil viele Mitspieler und Ex-Kollegen angerufen haben, als sie von seiner Nominierung für das Tor des Monats gehört hatten. „Das war nett. So viele Tore habe ich in meiner Karriere ja noch nicht erzielt.“

Der sehenswerte Treffer in den Winkel des Dortmunder Tores hat  eine persönliche Konsequenz für den Ex-Lauterer. „Ich werde schon mehr darauf achten, wenn ich in Schussweite zum generischen Tor bin und nun wohl eher und öfter schießen.“ Dafür muss er aber auch fit genug sein, um den Kopf auch oben zu haben. „Da die Pause nur kurz ist bis zum Beginn der Rückrunde, haben wir ja nicht viel verloren“, sagt Zimmer. „Ich mag lieber eine kurze und knackige Vorbereitung, als eine, die über einen so langen Zeitraum geht wie in der Sommer-Vorbereitung.“

Einen nicht so guten Start hatte allerdings Michael Rensing, der krankheitsbedingt auf den Laktattest verzichten musste. Aber natürlich sitzt der Torhüter heute im Flugzeug Richtung Marbella.

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