Fortuna vor der Tür zur 1. Liga

Fortuna vor der Tür zur 1. Liga

Düsseldorf freut sich auf zwei Relegationsspiele gegen Hertha BSC.

Düsseldorf. Am Ende war es eine Punktlandung. Düsseldorf als Dritter in der Relegation, der FC St. Pauli punktgleich — aber vier Tore schlechter. Nach einer turbulenten ersten Hälfte gegen den MSV Duisburg mit vier Toren und einem Platzverweis verschaffte das 2:2 (2:2) gegen den MSV Duisburg den nötigen Punkt zur Teilnahme an den Relegationsspielen gegen Hertha BSC Berlin (10. und 15. Mai). Auch dank der Pleite des SC Paderborn beim FC St. Pauli (0:5) dürfen sich die Düsseldorfer nun auf „Bonusveranstaltungen“ freuen, wie es Norbert Meier ausdrückte. „Die werden wir mit viel Freude und Begeisterung angehen.“

Dann werden die Fortunen als Zweitligist gegen den Favoriten Berlin alles gewinnen können. „Auch für die Fans ist es doch schön, noch zwei weitere Spiele schauen zu dürfen“, sagte Meier, der seine Mannschaft nach dem Spiel samt Anhang in einen eigens gemieteten Raum der Düsseldorfer Arena bat. Einschwören hinter verschlossenen Türen auf ein großes Ziel: den fünften Bundesliga-Aufstieg in der Geschichte des Fußball-Klubs. In die Liga, deren Mitglied Fortuna zuletzt in der Saison 1996/97 war, ehe der Klub vor nicht allzu langer Zeit in der viertklassigen Bedeutungslosigkeit verschwunden war. Meiers Ansage: „Es ist doch sensationell, was wir geschafft haben.“

In einem umkämpften Derby gelang in der ausverkauften Arena vor 51 000 Zuschauern gegen den MSV Duisburg die letzte Reifeprüfung der Saison. Die Gäste waren unbequem, MSV-Trainer Oliver Reck hatte die Seinen motiviert. „Es war schon im Vorfeld klar, dass es emotional werden würde. Ein echtes Derby“, sagte Reck, dessen Team durch Maurice Exslager (8.) in Führung ging.

Die Reaktion der Fortuna folgte durch den Doppelschlag von Oliver Fink (18.) und Assani Lukimya (21.), ehe Schiedsrichter Knut Kircher Duisburgs Exslager die Gelb-Rote Karte zeigte (23.) — wohl unberechtigt. Trotz Unterzahl kam der MSV noch zum Ausgleich durch einen abgefälschten Freistoß von Jürgen Gjasula (27.) — mehr aber nicht. „Wenn man nach 34 Spieltagen auf diesem Platz steht, dann hat man es auch verdient“, sagte Trainer Norbert Meier.

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