Fortuna und der Anspruch eines Spitzenteams

Der Regionalligist will Olivier de Cock nur ohne Ablösesumme halten. Ein offensiver Mittelfeldspieler wird noch gesucht.

Düsseldorf. Vormittagstraining der Fortuna im Schatten der Arena. Eigentlich nichts besonderes, könnte man denken. Aber beim Drittligisten ist schon zu diesem Zeitpunkte der Vorbereitung Feuer drin. Da mault Kapitän Andreas Lambertz mit Axel Lawarée und Bekim Kastrati, und Jens Langeneke hadert nach einem Trainingsspielchen mit Aushilfsschiedsrichter Goran Vucic.

Neben dem Platz ist weit weniger los: Manager Wolf Werner wimmelt einen Spielerberater nach dem anderen ab, wenn der nicht gerade einen offensiven Mittelfeldspieler oder einen Rechtsverteidiger anbietet.

"Wenn wir den sportlichen Anspruch erheben wollen, um den Aufstieg mitzuspielen, brauchen wir noch zwei Spieler, die uns wirklich weiterhelfen." Eine solche Verpflichtung sei in Stephan Sieger schon perfekt, Deniz Kadah eher als junger Hoffnungsträger für die Zukunft zu sehen.

Über die beiden Testspieler Fabian Liesenfeld (Mainz05II) und Clement Halet (1.FCSaarbrücken) sagt Werner: "Liesenfeld hat eine überragende Saison in der Oberliga gespielt, aber eben nur in der Oberliga." Halet habe er auch per Video gründlich studiert und Positives entdeckt. Bis Samstag haben die beiden noch Zeit, sich zu empfehlen.

Die Notwendigkeit noch nach einem Stürmer Ausschau zu halten, sieht Werner dagegen nicht. "Kastrati hat ein Seuchenjahr voll Verletzungen hinter sich, er wird mehr Tore schießen. Kenan Sahin ist stark, wenn er sich wirklich auf Fußball konzentriert. Und Christian Erwig ist vielleicht sogar der talentierteste Stürmer, den wir haben."

Nur müsse Erwig endlich umsetzen, dass er jetzt "im Männersport ist, und nicht mehr in der zweiten Mannschaft." Apropos zweite Mannschaft: Trainer Goran Vucic steht vor der Verlängerung seines Vertrages. "Er muss nur noch unterschreiben", sagt Werner.

Dasselbe würde auch Olivier de Cock gerne von sich sagen, aber der FC Brügge, der den Belgier an Fortuna ausgeliehen hatte, spielt bei den Verhandlungen um eine Vertragsauflösung auf Zeit, um noch eine Ablöse zu kassieren. "Dazu sind wir aber nicht bereit", so Werner, "wenn es doch noch klappt, müssen wir auch abwarten, welche finanziellen Vorstellungen de Cock bei uns hat."

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