Fortuna: Stabil und zufrieden

Das 0:0 bei Alemannia Aachen ist Beweis defensiver Ordnung. Schiedsrichter Dingert verweigert Aachen einen Elfmeter.

Aachen. Das 0:0 am Aachener Tivoli - für Norbert Meier war es kein Geheimnis: "In den ersten sechs Spielen hätten wir nach einer solchen Leistung verloren." Seine Mannschaft ist eindeutig stabiler geworden, übersteht inzwischen Situationen mit Geschick und auch mehr Glück als zu Beginn der Saison.

Den größten Verdienst an dieser neu gewonnenen Stabilität hat die Innenverteidigung der Fortuna, die fast alle Zweikämpfe gewann und in allen kritischen Situationen zur Stelle war. "Ja, die Ansprüche sind bei allen inzwischen wieder gewachsen", erklärte Abwehrchef Jens Langeneke.

"Wenn man bedenkt, dass jetzt einige sogar mit dem Punktgewinn hier in Aachen nicht zufrieden sind." Dennoch kritisierte Langeneke die eigene Mannschaft. "Wenn wir noch besser nach vorne spielen, ist vielleicht tatsächlich noch mehr drin." Andererseits habe man auch Glück gehabt, denn "die guten Aachener Szenen vor den Pause haben wir alle selbst eingeleitet."

Damit meinte Langeneke nicht die erste umstrittene Situation, in der Schiedsrichter Dingert auch auf Strafstoß hätte entscheiden können. "Ich hätte heute keinen Elfmeter gegeben", begand Langeneke mit einem breiten Lächeln.

"Ich habe mich weggedreht, es war keine Absicht", sagte der Fortune zu der Szene in der 43. Minute, als der Ball im Fünfmeterraum an seinen Ellenbogen geflogen war.

Und auch in der 56. Minute war Langeneke mehr oder weniger direkt beteiligt. "Wenn der Lange den Ball festhält, passiert nichts", sagte Trainer Meier zur Aktion von Torhüter Michael Melka, als dieser einen (Flanken-)Ball fallen ließ und darauf Stürmer Benjamin Auer kurz festhielt.

Der Aachener fiel etwas zu theatralisch - und Langeneke konnte den Ball wegschlagen. Ein Elfmeter wäre die richtige Entscheidung gewesen. Langeneke verschmitzt: "Morgen redet kein Mensch mehr von dieser Szene." Fortuna kann nun im letzten Hinrundenspiel gegen Fürth eine turbulente Hinrunde doch noch zufriedenstellend abschließen.

Mehr von Westdeutsche Zeitung