Fortuna: Schneebälle zum Trainingsstart

Fortuna: Schneebälle zum Trainingsstart

Oberligaspieler Christopher Hock wird getestet und der Bodzek-Transfer erst am Mittwoch verkündet.

Düsseldorf. Nur wenige neugierige Fortuna-Fans hatten sich eingefunden, um am Dienstag bei Eis und Kälte den Trainingsauftakt hautnah mitzuerleben. Bevor es richtig losging, verkürzten sich die Profis ihre Wartezeit auf „Lauftrainer“ Uwe Klein mit einer Schneeballschlacht. Wobei das Team von Patrick Zoundi und Assani Lukimya bevorzugt auf die nackten Beine der in kurzen Hosen angetretenen Jens Langeneke und Sandor Torghelle zielte. Als es losging, war das öffentliche Training allerdings sofort wieder vorbei. Denn der Co-Trainer führte die Spieler nur einmal über die verschneite Laufbahn der kleinen Arena. Danach waren die Rot-Weißen erst einmal in Richtung Rhein verschwunden.

Das wäre die Gelegenheit für Wolf Werner gewesen, etwas zu den Personalplanungen zu erzählen. Doch der Geschäftsführer der Fortuna lässt sich nicht drängen. „Sie müssen noch einen Tag warten, dann werde ich Ihnen mehr dazu sagen können“, erklärte Werner und machte sich an der Seite von Fortunas Vorstandssprecher Peter Frymuth auf den Weg, um die letzten Formalitäten für zumindest einen Transfer zu klären. Dabei sollte es sich um den (Noch-)Duisburger Adam Bodzek handeln, dessen Wechsel zur Fortuna heute wohl perfekt gemacht wird. Bodzek ist Defensiv-Allrounder, kann den Sechser-Part vor der Abwehr ebenso spielen wie Innenverteidiger. Nach fünf Jahren beim MSV kam der gebürtige Pole unter Trainer Milan Sasic zuletzt nicht mehr so oft zum Einsatz.

Wer erwartet hatte, dass Bodzek gestern schon dabei war, wurde enttäuscht. Dafür nahm Christopher Hock vom Südwest-Oberligisten SV Hauenstein mit DFB-Erlaubnis am Trainingsprogramm teil. Der 26-jährige Offensivspieler (12 Tore in 19 Spielen) könnte die Position von Thiago Rockenbach da Silva einnehmen, der mit RB Leipzig in Verbindung gebracht wird und gestern nicht beim Trainingsauftakt dabei war. Auch Wellington fehlte erwartungsgemäß. In seinem Fall könnte Wolf Werner heute ebenfalls eine Entscheidung mitteilen und fortan die Suche nach einem „Knipser“ intensivieren. Ob aber auch der Schalker und Ex-Lauterer Erik Jendrisek für diese Position als Ausleihspieler in Frage kommt, ist eher unwahrscheinlich. Denn auch der FC St. Pauli hat seine Fühler nach dem Stürmer ausgestreckt.

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