Fortuna schafft es nicht, ein zweites Tor nachzulegen

Kommentar : Spiel aus der Hand gegeben

Wie sich die Bilder doch gleichen. Wie in Frankfurt zeigte die Fortuna über lange Zeit eine sehr starke Vorstellung, um dann doch noch in der Schlussphase alle drei Punkte wieder abzugeben. Die Mannschaft belohnt sich nicht, weil sie immer noch falsche Entscheidungen trifft und dafür bestraft wird.

Beim Tor zum 1:2 gab es eine ganze Fehlerkette, die bei der schwachen Ausführung des Freistoßes in der Offensive anfing und in der Unentschlossenheit in der Abwehr direkt nach dem Eckball zum Gegentor führte.

Es ist schade, dass mit der erneuten Niederlage auch der Druck steigt. Sportvorstand Lutz Pfannenstiel spricht von zwei Punkten, die zum Soll fehlen. Und eigentlich wäre es ein Leichtes gewesen, die Punkte zu holen, da die Fortuna bis vielleicht auf das Spiel gegen Leverkusen noch keine richtig schlechte Leistung gezeigt hat. Zwar ist die Mannschaft eindeutig mehr auf Augenhöhe auch mit den internationl tätigen Vereinen in der Bundesliga, aber die Qualitätder Fehler ist ähnlich hoch, wie vor einem Jahr in der ersten Saisonphase.

Jetzt wäre eine überzeugende Leistung mit einem Dreier Balsam für die Mannschaft, die in Gladbach gezeigt hat, was sie kann und was zu verbessern ist. Die größte offensichtliche Schwäche ist die Torgefahr des Gegners, wenn dieser über Fortunas linke Abwehrseite kommt. Auch die mangelnde Entschlossenheit knifflige Situationen zum Ende des Spiels rustikal zu lösen, fällt auf.

Aber es gibt auch positive Dinge, die trotz aller Enttäuschung zu beobachten sind. So zeigt Zack Steffen, dass er wirklich ein großartiger keeper ist. Dawid Kownacki kommt immer besser in Schwung. So müssen Fortunas Fans vielleicht noch ein wenig Geduld mit ihrer Mannschaft haben.

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