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Fortuna: Routinier Adam Bodzek hat ein gutes Gefühl für die Saison

Fußball : Bodzek: Bei uns im Team passt die Mischung

Der Vizekapitän des Bundesligisten will von einem kompletten Generationswechsel nichts wissen. Aber der 33-Jährige spürt, dass Jüngere viel früher und stärker nachdrängen. Beim Saisonstart muss der Routinier zweimal pausieren.

Adam Bodzek ist in den ersten beiden Ligaspielen nach seiner Roten Karte in der letzten Partie der vergangenen Saison in Dortmund gesperrt. Dass er deshalb die Vorbereitung schleifen lässt, weil er ohnehin erst später in den Wettkampfbetrieb einsteigen kann, ist für den Routinier völlig undenkbar. So ist der 33-Jährige auch alles andere als erfreut, dass er das Trainingslager in Maria Alm fast komplett nur vom Rande aus erlebte, weil er sich verletzt hatte. Inzwischen ist er zwar wieder mitten drin im Mannschaftstraining, aber es ist ihm anzumerken, dass er noch aufholen muss. Er wird wohl auch am Samstag gegen Eibar, im Spiel zur Saisoneröffnung gegen den spanischen Erstligisten, nicht auflaufen.

„Es ist immer unangenehm, in der Vorbereitung auszufallen. Aber ich hoffe und bin optimistisch, dass ich die Zeit nutzen kann, um das Versäumte aufzuholen“, sagt der Mittelfeldspieler der Fortuna, der zwar im Pokal spielen dürfte, aber wohl kaum dafür von Trainer Friedhelm Funkel berücksichtigt wird, weil der Trainer dann schon die Mannschaft aufbieten wird, die in großen Teilen dann auch  in Bremen zum Ligastart auf dem Platz stehen wird.

Die Rote Karte bereitet ihm kein Kopfzerbrechen mehr

An die Szene in Dortmund, als er Jaden Sancho von den Beinen geholt und Rot gesehen hatte, erinnert sich Adam Bodzek nicht so gerne. „Ich habe das in diesem Moment damals gar nicht so wahrgenommen“, sagt er, der zwar rustikal, aber nie wirklich unfair zur Sache geht. „Als ich es dann im Fernsehen gesehen habe, war ich überrascht und musste eingestehen, dass der Platzverweis gerechtfertigt war.“ So habe er diesen inzwischen auch akzeptiert.

Überhaupt ist die vergangene Spielzeit für Adam Bodzek abgeschlossen. Die gute Platzierung ist Vergangenheit. „Auch, dass wir zwei sehr gute Spieler verloren haben, die viele Tore erzielt haben, interessiert jetzt nicht mehr“, sagt der 33-Jährige. „Wir müssen nach vorne schauen. Jetzt sind neue Jungs da, die uns in Zukunft helfen.“ Die Fortuna sei auf jeden Fall gut gewappnet, um in der neuen Saison zu bestehen.

Fortuna profitiert auch von der Lebenserfahrung älterer Spieler

Die Integration der neuen Spieler wie Nana Ampomah, Lewis Baker oder Torhüter Zack Steffen ist in Bodzeks Augen nicht so schwierig, wie sich das Fans vielleicht von außen wegen vermeintlicher Sprachprobleme vorstellen. „Wir sprechen alle gut englisch, und Zack gibt die Kommandos sowieso bereits in deutscher Sprache“, sagt Fortunas Defensivspieler. „Es passt einfach.“ Außerdem denkt Bodzek auch nicht groß über Probleme des Generationswechsels innerhalb von Fortunas Mannschaft nach. Das habe sich insgesamt ein wenig verschoben. „Vor zehn Jahren waren zwei Drittel des Kaders ältere Spieler, heute ist es umgekehrt und es drängen viele junge Spieler nach“, sagt er. „Es ist aber wichtig, ein paar ältere Spieler im Team zu haben, die über mehr Lebenserfahrung verfügen, um auch schwierige Zeiten einordnen und überstehen zu können.“ Fortunas Mannschaft habe nach Bodzeks Einschätzung jedenfalls eine gute Mischung.

Wenn die Einstellung nicht so stimmt, wie in der vergangenen Saison, hilft das nicht. „Wir müssen unbedingt wieder in jedem Spiel an die 100 Prozent herankommen.“