Fortuna nutzt beim 2:1 Sieg in Dresden den ersten Matchball zum Aufstieg

Fortuna nutzt beim 2:1 Sieg in Dresden den ersten Matchball zum Aufstieg

Dresden. Fortuna Düsseldorf hat es geschafft und den ersten Matchball zum Bundesliga-Aufstieg genutzt. Drei Minuten vor Ende erzielte die Mannschaft von Friedhelm Funkel durch einen Treffer von Rouwen Hennings das 2:1 und holte den Dreier.

Nach einer überzeugenden Vorstellung in der ersten Hälfte hatte der Zweitliga-Spitzenreiter zur Pause zwar mit 1:0 geführt und schien auf dem besten Wege zu sein. Doch nach dem Wechsel wurden die Sachsen stärker und erzielten verdientermaßen den Ausgleich. Erst kurz vor Schluss dann der Hammer von Hennings.

Foto: Christof Wolff

Die Aufregung war schon auf der Anfahrt zu spüren. Die Zugfahrt verlief ganz anders als sonst. Nicht so ausgelassen, sondern in gespannter Erwartung. Immer wieder wurden zwischen Frankfurt und Dresden oder Hannover und Dresden über die Möglichkeiten gesprochen, wie die Fortuna heute oder in den nächsten beiden Wochen aufsteigen kann. Einhelliger Tenor: Lieber heute mit einem Sieg gegen Dynamo aufzusteigen, als noch warten zu müssen, auf eine Kieler Niederlage morgen oder Fortunas Erfolge in den kommenden beiden Wochen.

Die Aufstellung war von Friedhelm Funkel gegenüber dem 3:0-Erfolg gegen den FC Ingolstadt in der Vorwoche nicht verändert worden. Nur Lukas Schmitz rückte für Anderson Lucoqui in den Kader, der Fortuna, die in roten Trikots im ausverkauften Stadion antrat. Es entwickelte sich eine temporeiche Begegnung, weil beide Mannschaften versuchten, im Ballbesitz schnell nach vorne zu spielen. Das gelang der Fortuna zweimal in den ersten zehn Minuten nahezu ideal. Beim ersten Anlauf wurde Florian Neuhaus noch von den Beinen geholt, dann aber packte der 21-Jährige nach Vorarbeit von Marcel Sobottka seine glänzende Schusstechnik aus und traf aus 20 Metern zum 1:0 (9.).

Das war natürlich ein Auftakt, der aus rot-weißer Sicht nicht besser hätte sein können. Fortuna bekam im Angriff den Raum, stand hinten sicher. Und die Gäste griffen teilweise aber auch zu rustikalen Mitteln (Bodzek, Gießelmann), um den Angriffsschwung der Dresdener frühzeitig zu bremsen. Und Fortuna versuchte das Spiel weiter zu kontrollieren und zog sich nicht zu weit zurück. Die Reihe von Ecken für den Spitzenreiter brachten aber nichts ein. In der 28. Minute hatte die Fortuna dann die größte Chance, das 2:0 zu erzielen. Rouwen Hennings schaffte es aber nicht bei einem Überzahlangriff, die mitgelaufenen Genki Haraguchi oder Neuhaus zu bedienen.

Es schien, als könne die Fortuna auch in der zweiten Hälfte das Spiel kontrollieren, ohne Großchancen des Gegners zuzulassen. Ab der 56. Minute allerdings bekam die Heimelf nach einem Pfostentreffer von Pascal Testroet Oberwasser und Fortuna wurde eindrucksvoll gewarnt, dass dieses Spiel noch längst nicht gewonnen war.

Und dann passierte es nach einer Ecke, als die Gastgeber plötzlich in Überzahl einen Konter laufen konnte. Auch Raphael Wolf konnte den Schuss von Moussa Koné zum 1:1 (64.) nicht abwehren, obwohl er noch dran war. Dieser Treffer hatte sich angedeutet, weil die Fortuna, den unheimlich engagiert spielenden Gegner nicht mehr konsequent genug bearbeitetet hatte. In den letzten 20 Minuten wollten sich beide Mannschaften nicht mit dem einen Punkt abfinden.

Dynamo hatte noch drei Minuten vor dem Ende eine Großchance (Testroet), die aber Wolf glänzend entschärfte. Und dann kam der Auftritt von Routen Hennings, der mit einem Gewaltschuss aus 22 Metern zum 2:1-Aufstiegstor traf.

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