Fortuna: Nur mit diesem Zusammenhalt funktioniert es

Fortuna-Kommentar : Fortuna: Nur mit diesem Zusammenhalt funktioniert es

Fortuna ist und bleibt etwas Besonderes. Nicht immer nur sollte auf den Erfolg geschaut werden. Es zählen auch Teamgeist, Menschlichkeit und der Glaube an das Ziel, alles Mögliche getan zu haben, um das Optimale zu erreichen - der Kommentar.

Wahrscheinlich stand Friedhelm Funkel bei einigen Fans nach sechs Niederlagen in Folge tatsächlich bereits auf der Abschussliste, wahrscheinlich auch bei einigen sogenannten Fachleuten. So war es nicht erstaunlich, dass sich auch bei Ansicht der Aufstellung vor dem Hertha-Spiel die nächsten kritischen Stimmen erhoben. Doch der Trainer hat alles richtig gemacht. Die Taktik war genau so wie die Aufstellung an die besondere Aufgabe angepasst, und der Erfolg gibt Friedhelm Funkel Recht.

Doch das war nicht alles. Wie sehr die Mannschaft zusammensteht, bewies sie gegen die Berliner eindrucksvoll. Keine Nervosität oder Druck war zu spüren, sondern jeder warf sich in die Zweikämpfe und war bereit, dem Mitspieler aus der Patsche zu helfen, falls dieser Schwierigkeiten hatte. Und der Schulterschluss mit dem Trainer machte Benito Raman öffentlich und deutlich, als er dem Trainer nach seinem Tor zum 3:0 in die Arme sprang.

Fortuna ist und bleibt etwas Besonderes. Nicht immer nur sollte auf den Erfolg geschaut werden. Es zählen auch Teamgeist, Menschlichkeit und der Glaube an das Ziel, alles Mögliche getan zu haben, um das Optimale zu erreichen. Dass das nicht immer funktioniert und der Fortuna in dieser Saison das Glück nicht allzu oft zugelächelt hat, sollte nicht automatisch in Häme, unsachliche und respektlose Kritik münden. Das hat zuletzt unter den Fans, im Umfeld und auch in der Berichterstattung über diesen Klub funktioniert. Und dafür bedankte sich Friedhelm Funkel. Das ist nicht alltäglich und verdient Respekt. Die Mannschaft habe das wahrgenommen und auch daraus Kraft geschöpft. Es geht nur, wenn alle zusammenhalten. Da haben Zweifel und Zweifler keinen Platz.

Norbert Kings. Foto: Sergej Lepke