Fortuna möchte gegen Mainz nachlegen

Fortuna Düsseldorf : Fortunas Rolle bleibt stabil

Für Trainer Funkel ist der Aufsteiger trotz zuletzt guter Auftritte auch gegen Mainz wieder der klare Außenseiter.

Wer nach Fortunas vier Punkten aus den beiden Spielen gegen Hertha BSC und beim FC Bayern der Meinung ist, dass der Aufsteiger am 13. Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen den FSV Mainz 05 (Freitag, 20.30 Uhr, Arena) nun vielleicht mal die Favoritenrolle inne hat, der kennt Friedhelm Funkel schlecht. „Wir sind erneut der Außenseiter. Mainz ist mittlerweile eine gestandene Bundesliga-Mannschaft. Das ist auch ein Verdienst von Ex-Manager Christian Heidel und dessen Nachfolger Rouven Schröder, die dort in den vergangenen Jahren hervorragende Arbeit geleistet haben“, sagt der Düsseldorfer Cheftrainer. „Der gesamte Verein ist gefestigt und Mainz ist bei uns im Stadion der klare Favorit. Die haben gegen Dortmund zuletzt richtig gut gespielt.“

Von seiner Mannschaft erwartet der 64-Jährige dieselben Attribute, die Fans und Verein im Tabellenkeller zuletzt neue Hoffnung schöpfen ließen: Leidenschaft, Hingabe und taktische Disziplin. „Mainz ist körperlich robust und laufstark. Die Mannschaft ist in der Tabelle dort platziert, wo sie hingehört. Und das ist im Mittelfeld“, erklärt Funkel. Davon, dass die beiden kommenden Heimspiele seiner Mannschaft gegen Mainz und Freiburg die idealen Gelegenheiten sind, um das mit neun Zählern noch immer überschaubare Punktekonto merklich aufzubessern, möchte Funkel nichts wissen: „So darf man ja nicht denken. Ähnliches haben viele vor dem ersten Spiel gegen Augsburg auch gesagt. Allein wegen den Namen der Gegner jetzt solche Gedanken zu haben, ist völlig falsch.“

Auch wenn der Trainer das anders sieht: Die Fortuna steht gegen die Rheinhessen schon ein Stück weit mehr unter Druck als in anderen Partien. Abgesehen von Mainz und Freiburg heißen die Gegner bis zur Winterpause noch Dortmund, Bremen und Hannover. Die Begegnungen mit den beiden Klubs mit grün-weißen Farben sind zudem Auswärtsspiele. Um die Zielsetzung von Vorstandsboss Robert Schäfer (15 bis 17 Punkte) realisieren zu können, wären drei Zähler gegen Mainz ein großer Schritt in diese Richtung.

Funkel wünscht sich einen
Typen wie Anthony Modeste

Die Nachricht, dass die Fortuna in der Winterpause noch einmal in die Mannschaft investieren kann, ist beim Trainer zwar angekommen, doch Funkel gibt sich skeptisch. „Ein Spieler wie Anthony Modeste wäre natürlich eine tolle Verstärkung für uns gewesen. Aber wenn ich mit so einem Vorschlag zum Aufsichtsrat gegangen wäre, hätte der gefragt: ,Herr Funkel, geht es ihnen noch gut?’“ Der französische Stürmer kehrte nach seinem China-Intermezzo kürzlich zum Zweitligisten 1. FC Köln zurück. Anders als der rheinische Rivale kann die Fortuna aber fraglos keine zweistellige Millionensumme ausgeben. Wie ist Funkels Aussage also zu verstehen? Er hofft auf eine Top-Verstärkung, möchte aber nicht irgendeinen Spieler holen. Ein wenig müsste und sollte dies auch Ansporn für Marvin Ducksch sein. Der Stürmer, der im Sommer für zwei Millionen Euro vom FC St. Pauli nach Düsseldorf kam, ist derzeit nur zweite Wahl.