Fortuna: Komplimente will Stöger erst, wenn er in der Liga gut spielt​

Fortuna Düsseldorf : Komplimente will Stöger erst, wenn er in der Liga gut spielt

Kevin Stöger trainiert nach sieben Monaten harter Arbeit wieder mit der Mannschaft. Überstürzen will er nichts, aber in der laufenden Saison noch mehr Tore erzielen als im vergangenen Jahr.

Wenn Kevin Stöger unter der Sonne von Marbella von einem „geilen Gefühl“ spricht, wissen die Fans von Fortuna Düsseldorf, dass der quirlige Österreicher dicht vor seinem Comeback in der Fußball-Bundesliga steht. Am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison zog sich „Stögi“ die zweite Kreuzbandverletzung seiner Karriere zu und arbeitet seitdem an seiner Rückkehr auf die größte Bühne des deutschen Fußballs. Er sagt, seine sieben Monate tägliche Arbeit hätte sich gelohnt. So darf man gespannt sein, ob der 26-Jährige schnell wieder an seine Galaform, die er in der Rückrunde im Vorjahr zeigte, anknüpfen kann.

Er genießt jedes Training mit der Mannschaft, muss sich aber auch bremsen, weil er eigentlich noch mehr machen würde. So wird er auch im ersten Testspiel gegen Twente noch geschont. „In dieser Phase ist es ganz gut, wenn man dann auch noch mal innehält und das Training ganz genau steuert“, sagt Stöger, der zwischendurch immer mal wieder individuell trainiert. Gedanken, dass erneut etwas passieren könnte, hat er nicht. „Ich habe Spaß im Training und an der Bewegung. Alles andere blende ich aus und mache alles ohne Angst.“ Beim Laktattest hat er konditionell einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Es ging ihm aber nicht darum, anderen zu beweisen, wie weit er schon wieder ist, sondern sich selbst zu zeigen, dass sich die harte Arbeit gelohnt hat. Und das Ergebnis konnte sich tatsächlich sehen lassen.

Gespräche mit dem Klub über die Zukunft des Österreichers laufen

Die ersten Einheiten auf spanischem Boden haben gezeigt, dass der Österreicher auch das besonders feine Spiel mit dem Ball nicht verlernt hat. Von den Lobeshymnen seiner Mitspieler ist Stöger – trotz gewisser Freude darüber – wenig beeindruckt. „Wenn die Jungs und die Fans das in ein paar Wochen nach guten Spielen von mir auch noch sagen, ist mir das wichtiger“, sagt er.

Nur zuzuschauen, ist Stöger sehr schwer gefallen. Kritik an der bisherigen Spielweise und Punkteausbeute seiner Teamkameraden übt er natürlich nicht und kann sich mit der Tabellensituation noch halbwegs zufrieden geben. „Wir hatten auch in der einen oder anderen Partie ziemliches Pech. Deshalb bin ich mir sicher, dass wir in der Rückrunde mehr Punkte holen werden, als wir jetzt auf dem Konto haben.“ So ist sein Ziel, gegen Bremen am 18. Januar im Kader zu stehen. Doch er schränkt ein, dass diese nur geschehen wird, wenn er bis dahin tatsächlich zu 100 Prozent fit ist, um seiner Mannschaft auch helfen zu können. Und dann er will er unbedingt torgefährlicher als in der  vergangenen Saison sein. Das hieße, er müsse mindestens zwei Treffer erzielen. Weiter als bis zum Saisonende  und dem dann hoffentlich geschafften Klassenerhalt denkt Stöger nicht, bestätigte aber, dass Gespräche mit der Fortuna über seine Zukunft bereits laufen.